Marokko – COVID-19 Medikament Molnupiravir erhält Zulassung.

Weitere Medikamente aus den USA, China, Deutschland und Indien werden auf Zulassung geprüft.

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Pharmakonzern Merck

Molnupiravir von Merck kann als erstes Medikament für die Behandlung von COVID-19 Erkrankungen in Marokko eingesetzt werden.

Rabat – Das nordafrikanische Land Marokko hat sich dazu entschlossen, das vom US-amerikanischen Pharmakonzern Merck entwickelte COVID-19 Medikament Molnupiravir für die Behandlung von erkrankten Personen zuzulassen. Während die Impfkampagne – sich verlangsamt hat, aber weiter voranschreitet, ergänzt das Königreich seinen Instrumentenkasten, indem es ein weiteres Mittel gegen das Coronavirus (Covid-19) erwirbt.

„Das Anti-Covid-19-Medikament des US-Labors Merck könnte in absehbarer Zeit in Marokko zum Einsatz kommen. Nach monatelangen Verhandlungen mit dem US-Laboratorium hat die Direktion für Arzneimittel und Pharmazie (DMP) die Genehmigung für das Inverkehrbringen von Molnupiraver erteilt. Sobald es verfügbar ist, wird diese Behandlung in das therapeutische Protokoll aufgenommen“, sagte Dr. Said Moutawakil, Intensivmediziner und Mitglied des technischen und wissenschaftlichen Ausschusses zur Bewältigung der Covid-19-Krise, gegenüber SNRTnews. Einen genauen Zeitraum nannte er nicht.

Das antivirale Mittel von Merck ist eine orale Behandlungsmöglichkeit. Das Medikament, das in den USA und mehreren europäischen Ländern bereits auf dem Markt ist, hat sich als wirksam erwiesen und kann Krankenhausaufenthalte sowie schwere Formen der Infektion um die Hälfte reduzieren. Eine Behandlung mit Molnupiravir verursacht nach Medienberichten Kosten von ca. 500,- US-Dollar. Angesichts der Kosten eines intensivmedizinischen Aufenthalts ein günstiger Preis. Nicht bewertbar sind die Menschenleben, die damit ggf. gerettet werden können.

Patient
Gesundheitssystem zunehmend belastet.

Weitere Medikamente aus den USA, China, Deutschland und Indien werden auf Zulassung geprüft.

Neben Merck entwickeln weitere Hersteller in den USA, China und auch Deutschland Medikamente zur Behandlung von COVID-19 Patienten. Marokko prüft daher derzeit, weitere Medikamente zu erwerben, um seine Möglichkeiten gegen das variantenreiche Virus weiter auszubauen. „Marokko hat Verhandlungen aufgenommen, um die Pillen von Pfizer/BionTech zu kaufen, aber auch Medikamente, die von chinesischen und indischen Laboratorien hergestellt werden und die sich noch in der Prüfung befinden“, verrät der Arzt weiter. Ob auch solche Medikamente zukünftig zumindest in Marokko hergestellt werden können oder sollen, wird man abwarten müssen. Derzeit finalisiert das Königreich die eigene Produktion des COVID-19 Impfstoffes Sinopharm in Kooperation mit China.

Marokko – Aufbau einer eigenen Impfstoffproduktion von König angestoßen.

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