Marokko – Einführung von Mobile Payment stockt.

Zentralbank diskutiert mit Marktteilnehmern neue Anreize.

159
Mobile Payment
Zentralbank erhofft sich Durchbruch für Mobile Payment in Marokko

Zentralbank und Regierung wollen Anreize für kleine Händler schaffen.

Casablanca – Das mobile Bezahlen in Marokko entwickelt sich nur langsam. Dieses Zahlungsmittel steckt noch in den Kinderschuhen und droht dort stecken zu bleiben. In der Regierung und im Bankensektor diskutierte man über mögliche Anreizmodelle.

Damit das Mobile Payment, das Bezahlen mit dem Handy, sich so weit wie möglich verbreitet, und um seiner erhofften Rolle im Finanzsystem gerecht zu werden, muss sich das Handelssegment anschließen.

Zentralbank diskutiert mit Marktteilnehmern neue Anreize.

Tatsächlich kann das Umfeld für mobile Zahlungen überhaupt nicht groß genug werden, wenn die kleinen und mittleren Händler, insbesondere die kleinsten unter ihnen, nicht mitwirken. Während kommerzielle Betreiber beginnen, sich bei einigen wenigen Finanzinstituten anzumelden, um mobiles Bezahlen bei ihren Transaktionen zu ermöglichen, muss man sagen, dass es „keine Massenregistrierung gibt“, sagte ein erfahrener Experte zu diesem Thema gegenüber Medias24.

Zentralbank
Marokkanische Zentralbank Banq Al Magrib

Gegenüber Medias24 sagte er, dass die Bank Al Maghrib (marokkanische Zentralbank) in Absprache mit anderen Beteiligten eine Reihe von Vorschlägen für steuerliche und nicht steuerliche Anreize ausgearbeitet hat, um die Akzeptanz von M-Wallets (Mobile Geldbörsen) durch kleine Unternehmen zu fördern. Anreize, die von verschiedenen Regierungsstellen zu bestätigen sind.

Akzeptanz in der Bevölkerung gering.

In Marokko hatte man gehofft, dass Bezahlen mit dem ohnehin allgegenwärtigen Handy einen größeren Zuspruch erhält und auch Personen erreicht, die keinen Zugang zum Bankwesen haben. Doch die Menschen bevorzugen ihr Bargeld, auch weil der Anteil der nicht offiziellen und versteuerten Einnahmen (Schwarzgeld) relativ groß ist. Nutzer von Schwarzgeld befürchten eine digitale Erfassung ihrer Transaktionen. Für die marokkanische Regierung ist es ein Ziel, durch die Einführung und Verbreitung von digitalem Geld, Bargeldtransfers zu verringern und so den Kampf gegen Steuerhinterziehung und Korruption zu unterstützen. Doch bisher hat die breite Mehrheit der Händler und Dienstleiter sich an dem System nicht beteiligt. Nun will man neue Anreize schaffen. In anderen Ländern, wie z.B. China ist bargeldloses Zahlen via Handy bereits flächendeckend eingeführt und erfreut sich große Beliebtheit. Selbst Kleinstbeträge, z. B. am Imbissstand, werden via Handy oder QC- Code Überweisung beglichen.

Empfohlener Artikel