Marokko verbietet Krypto-Währungen.

Durchsetzung des Verbots schwierig.

Krypto-Währungen
Zahlreiche Länder haben Krypto-Währungen bereits ebenfalls verboten.

Zahlungsverkehr mit BitCoin und Co. in Marokko nicht zugelassen.

Rabat – Die marokkanischen Behörden haben in diesen Tagen darüber informiert, das sog. Krypto-Währungen als Zahlungsmittel im Königreich nicht zugelassen sind. Nur wenige Tage nach der Ankündigung des Finanzdienstleister MTDS in Zukunft BitCoins zu akzeptieren, griff das Büro für Wechselkurs und Fremdwährung und die marokkanische Staatsbank ein. Per Pressemitteilung informierten die beiden Institutionen am 20. November darüber, dass es sich bei den digitalen Währungen um nicht zugelassene Zahlungsmittel handelt. Solche Währungen unterstehen keiner staatlichen Aufsicht und Wertkontrolle. Die Nutzung als Zahlungsmittel ist daher in Marokko illegal und kann bestraft werden. Strafen und Bußgelder können bei allen Geschäften im in und Ausland verhängt werden, bei denen die Zahlung mit Währungen vollzogen wird, die nicht bei der Bank Al Magrib oder dem Büro für Fremdwährungen und Wechselkurs gelistet sind.

Besorgnis in Marokko vor versteckten Zahlungssystem

Die Institutionen fügten in ihrer Pressemitteilung hinzu, dass Krypto-Währungen innerhalb eines „versteckten Zahlungssystems funktionieren, das von keinem Finanzinstitut unterstützt wird“. Sie betonten auch, dass „die Verwendung von Krypto-Währungen erhebliche Risiken für ihre Nutzer mit sich bringen, da Krypto-Währungen mit illegalen Aktivitäten im Web, insbesondere mit dem Kauf und Verkauf von Drogen, Waffen und Lösegeldern, in Verbindung gebracht werden.

Zahlreiche Länder haben Krypto-Währungen bereits ebenfalls verboten.

Mit seinem Verbot steht Marokko nicht alleine. Erst vor wenigen Tagen hatte das Nachbarland Algerien ein Verbot von digitalen Währungen ausgesprochen – maghreb-post berichtete. Aber auch weitere Länder haben bereits ein Verbot ausgesprochen, darunter auch China.

Durchsetzung des Verbots schwierig.

Doch so ganz einfach ist das nicht. Um einzelnen Bürgern den Besitz oder die Nutzung nachweisen zu können, muss der Staat in der Lage sein die „Private-Keys“ der Nutzer zu knacken. Gerade technisch affine Menschen werden alles daran setzen, dass dies eher eine größere Herausforderung wird. Daher bleibt abzuwarten, wie das Verbot durchgesetzt werden soll.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Empfohlener Artikel