Algerien – Lehrer drohen mit langanhaltendem Streik.

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Streik
Lehrer in Algerien kündigen Streik an.

Sonderlehrpläne und Kaufkraftverluste durch wirtschaftliche Probleme treiben Lehrer in Algerien auf die Straße. Lehrerstreik ab Anfang November angekündigt.

Algier – Die Nationale Gewerkschaft der Erziehungs- und Bildungsfachleute (UNPEF), ein einflussreicher Gewerkschaftsverband in Algerien, hat mit einem zeitlich unbegrenzten Streik im Bildungssektor gedroht.

Auf einer Sitzung ihres Nationalrats kritisierte die UNPEF die soziale Lage der Fachkräfte und Pädagogen im Bildungssektor, die als sehr prekär bewertet wird, und schlug angesichts der steigenden Preise für Güter des täglichen Bedarfs und der Abwertung der Landeswährung Dinar Alarm.

Im Zusammenhang mit der steigenden Unzufriedenheit im Bildungssektor in Algerien hatten bereits andere Gewerkschaften mit Streiks gedroht, um eine Lösung für die seit Jahren bestehenden sozialwirtschaftlichen Probleme zu fordern.

Lehrer drohen mit zwei Streiktagen pro Woche.

In diesem Sinne hat der Nationale Autonome Rat der Lehrkräfte (CNAPEST) angekündigt, dass er beschlossen hat, ab der ersten Novemberwoche einen zyklischen Streik von zwei Tagen pro Woche zu beginnen.

Diese Proteste sind dadurch motiviert, dass es für die Lehrer unmöglich sei, weiterhin dem Druck, welcher durch die pädagogischen Sonderlehrpläne verursacht werde, aber auch durch die Aushöhlung ihrer Kaufkraft, ausgesetzt zu sein.

Sie prangern die Auswirkungen des schwerwiegenden Kaufkraftverlustes und die Schwere der derzeitigen sozialen Situation an, und zwar angesichts der Ergebnisse eines komplizierten Schuljahresbeginns in allen Bereichen, die die Lehrer belastet haben.

Diese Gewerkschaften fordern eine Verbesserung der Kaufkraft, die einen gefährlichen und noch nie dagewesenen Rückgang erlebt, sowie eine Anhebung der Gehälter der Lehrer, die mit der Verbesserung ihrer sozialen Lage einhergeht, um ihnen ein wirtschaftliches und soziales Auskommen zu ermöglichen.

Neben der Überarbeitung der Gehaltstabelle, der Wiedereinführung des altersunabhängigen Ruhestands, der Überarbeitung der Lehrpläne und der Lehrmethoden fordern die Gewerkschaften des Sektors die strikte Einhaltung der von den Behörden eingegangenen Verpflichtungen in Bezug auf die Überarbeitung des Sonderstatus.

Die Lehrergewerkschaft droht nun kaum einen Monat nach dem Schuljahresbeginn den Unterricht einzuschränken.

Lehrer
Lehrer drohen in Algerien mit Streiks.
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