Algerien – MAK – Anführer zur lebenslanger Haft verurteilt.

Algerien betrachtet die MAK als terroristische Organisation.

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Gericht verurteilt Führer der Kabylenbewegung MAK, Ferhat Mehenni, in Abwesenheit.

Algier – Ferhat Mehenni, der Führer der in Algerien verbotenen „Bewegung für die Selbstbestimmung der Kabylei (MAK)“, wurde am Montag in Abwesenheit von einem Gericht in Algier zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Dies meldet die algerisch-staatliche Nachrichtenagentur APS.

Der in Frankreich lebende Ferhat Mehenni wurde von einem Gericht in Dar El Beida nahe Algier „wegen der Gründung einer terroristischen Organisation, der Verletzung der territorialen Integrität und der nationalen Einheit zu lebenslanger Haft verurteilt“, so die Nachrichtenagentur APS in ihrer Meldung von heutigen 14. November 2022, unter Bezugnahme auf das algerische Justizministerium.

Algerien betrachtet die MAK als terroristische Organisation.

Die MAK, die im Zuge des sog. „kabylischen Frühlings“ 2001 entstanden ist, wird beschuldigt, „separatistische“ Ziele zu verfolgen und antiarabischen Rassismus zu betreiben.

Im Mai 2021 stuften die algerischen Behörden die in Paris ansässige „kabylische Separatistenbewegung (MAK)“ als „terroristische Organisation“ ein.

Den MAK-Aktivisten droht eine lebenslange Haftstrafe gemäß einem Artikel des Strafgesetzbuches, der „jeden Algerier, der sich im Ausland in einer terroristischen oder subversiven Vereinigung, Gruppe oder Organisation betätigt oder anwirbt“, deren Aktivitäten „den Interessen Algeriens schaden“, bestraft.

Weitere Personen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Neben den Anführer der MAK wurden weitere Personen angeklagt. In dem Prozess, der am Sonntag begann, wurde Brahim Belaabes ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt.

Zwei weitere Mitangeklagte, Zidane Lafdhal und Mounir Boutegrabet, erhielten jeweils 20 Jahre Haft ohne Bewährung.

Darüber hinaus bestätigte das Gericht den internationalen Haftbefehl gegen die vier Mitangeklagten, die sich im Ausland befinden.

Andere Personen, die im selben Fall verfolgt wurden, wurden zu Haftstrafen von bis zu 18 Monaten verurteilt.

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