Algerien – Rückholung von rund 2.000 Algerier aus der Türkei.

Zurückgeholte Staatsbürger müssen in Quarantäne.

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Air Algérie
Quelle Air Algérie - Algerische Fluggesellschaft

Ab morgen sollen in der Türkei gestrandete Algerierinnen und Algerien ausgeflogen werden.

Algier – In der Türkei befinden sich derzeit 1.788 algerische Staatsbürger, die, durch die von der türkischen Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eingeleitete Maßnahmen, gestrandet sind. Nun gab das algerische Innenministerium bekannt, dass ab dem morgigen Freitag eine Rückholaktion gestartet wird. Wie die algerische – staatliche Nachrichtenagentur APS meldet, sollen ab morgen, dem 03. April 2020, mit dem Ausfliegen der Algerierinnen und Algerier begonnen werden. „Die Rückführung der in Istanbul gestrandeten algerischen Staatsbürger wird nach einem Flugplan vom 3. bis 5. April an Bord von Flugzeugen der Air Algerie und der Turkish Airlines erfolgen“, so die gleiche Quelle weiter.

Zurückgeholte Staatsbürger müssen in Quarantäne.

Wie das Innenministerium weiter bestätigt, werden für die zurückgeholten Staatsbürger besondere Regeln gelten. Alle müssen nach ihrer Ankunft unmittelbar in Quarantäne. Dazu habe man die nötigen Vorbereitungen getroffen, erläutert das Ministerium. Zu diesem Zweck wurden Aufnahmestrukturen einschließlich Hotels und Touristenkomplexe in der Wilaya von Algier und Boumerdes, mit einer Gesamtkapazität von 1.930 Plätzen, beschlagnahmt, um die bestmögliche Betreuung dieser Menschen zu gewährleisten, so das Innenministerium abschließend.

Algerien kümmert sich um Staatsangehörige im Ausland.

Seit Beginn der Coronavirus – Pandemie hat Algerien, nach eigenen Angaben, mehr als 8.000 eigene Staatsbürger aus verschiedenen Ländern der Welt zurückgeführt. Hier unterscheidet sich das Land von seinem Nachbarn Marokko, das seine Staatsbürger nicht zurückholt. Marokko hat zu Beginn der Coronavirus – Krise Geschäftsreisende und Studenten aus der chinesischen Provinz Wuhan ausgeflogen, dann aber keine weiteren Aktionen gestartet. Zahlreiche Marokkanerinnen und Marokkaner sitzen als Touristen, Geschäftsleute oder Personen, die sich im Ausland medizinisch behandeln lassen wollten, z.B. in Europa und den USA fest.

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