Drei Jahre Gefängnis für Behinderung der königlichen Kolonne.

Mann verurteilt zu drei Jahren Gefängnis wegen Behinderung der königlichen Kolonne.

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drei Jahre Gefängnis
Mann verurteilt zu drei Jahren Gefängnis wegen Behinderung der königlichen Kolonne.

Mann verurteilt zu drei Jahre Gefängnis – Behinderung der königlichen Kolonne.

Rabat – Der Strafgerichtshof in der marokkanischen Hauptstadt Rabat hat einen jungen Mann zu drei Jahre Gefängnis verurteilt. Der junge Mann hatte Ende März versucht die Fahrzeugkolonne des Königs Mohammed VI. zu behindern. Am 26. März 2017 wurde der Mann verhaftet.

Beim Staatsbesuch von König Abdullah II. von Jordanien in Marokko fuhren Jordaniens König und sein Gastgeber König Mohammed VI. durch die Stadt. Dabei rannte der nun verurteilte plötzlich aus der Zuschauermenge am Straßenrand auf die Straße und versuchte den Wagen mit den beiden Monarchen zu erreichen – maghreb-post berichtete. Die Sicherheitskräfte konnten dies nur mit Mühe verhindern.

Staatliches Fernsehen übertrug live – Sicherheitslücken wurden sichtbar.

Da die gesamte Fahrt live im Fernsehen übertragen wurde konnten alle Zuschauer diese Situation mitverfolgen. Es wurden Lücken im Sicherheitskonzept sichtbar aber auch die Selbstgefährdung solcher Läufer offenkundig. Nicht wenige sprachen anschließend davon, dass der junge Mann auch als Attentäter hätte gewertet werden und somit unter Umständen von den Leibwächtern auch hätte erschossen werden können.

https://youtu.be/xO-HtxrGaEw

Nur wenige Wochen nach diesem Zwischenfall und der Festnahme wurde das Urteil gesprochen. Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann an die „Öffentliche Ordnung“ gestört und die „Öffentliche Ordnung“ gefährdet zu haben.

Erst in 2016 hatte das Innenministerium erneut die Bevölkerung davor gewarnt die königliche Kolonne zu stören oder gar den Versuch zu starten sich behindernd in den Weg der Fahrzeugkolonne zu stellen. Aus Sicht des Innenministeriums gefährden solche Aktionen die Sicherheit aller beteiligten. Solche Aktionen werden daher als Straftat gewertet. Entsprechend hat das Gericht in Rabat nun geurteilt.

Wiederholt stellten sich Zuschauer in den Weg der Fahrzeugkolonne.

Zu solchen Zwischenfällen ist es bereit wiederholt gekommen. Im Internet kursieren weitere Videos auf denen man ähnlich Aktionen sehen kann. Bisher kam es weder zu Verletzten noch zu Todesfällen. Dennoch ist es stets eine unübersichtliche Situation mit unbekannten Gefährdungsgrad für die Leibwächter des Königs und natürlich für König Mohammed VI. selbst.

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https://youtu.be/daUSX1ttzuw

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