Maghreb – AU kauft gemeinsam COVID-19 Impfstoff ein.

Monatelange Verhandlungen zum Abschluss gebracht.

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Afrikanische Union
Afrikanische Union AU kauft gemeinsam COVID-19 Impfstoffe ein.

Afrikanische Union (AU) bestellt bei Johnson & Johnson bis zu 400 Mio. COVID-19 Impfstoffdosen.

Addis Abeba – Die Afrikanische Union AU hat gemeinschaftlich für ihre Mitglieder mit COVID-19 Impfstoffherstellern verhandelt und eine größere Bestellung aufgegeben. Wie in einer Presseerklärung mitgeteilt wurde, habe die AU beim US-Amerikanischen Hersteller Johnson & Johnson bisher insgesamt 400 Millionen Impfdosen bestellt bzw. optioniert. Die Mitgliedsländer der AU, darunter auch Algerien, Marokko und Tunesien, verfolgen das Ziel, durchschnittlich ca. 60% ihrer Bevölkerung gegen das Coronavirus SARS-COV 2 und seine Mutationen zu impfen. Nach Auskunft des Impfstoffherstellers wird man im dritten Quartal 2021 mit der Auslieferung beginnen können. Die belgische Johnson & Johnson Tochtergesellschaft Janssen Pharmaceutica NV, die den Impfstoff entwickelt hat, schloss mit dem African Vaccine Acquisition Trust (AVAT) einen Vertrag, über die Lieferung von 220 Millionen Einzeldosen des entwickelten COVID-19 Impfstoffs. Der AVAT hat eine Option über weitere 180 Millionen Impfdosen für das Jahr 2022 erworben.

Monatelange Verhandlungen zum Abschluss gebracht.

Dem aktuellen Vertragsabschluss ging ein monatelanger Verhandlungsprozess voraus. Das ist jetzt der erste Vertragsabschluss auf der ebene der Afrikanischen Union. Die AU verhandelt über den AVAT noch mit AstraZeneca und mit Pfizer. Zugleich werden viele Länder Afrikas und Südamerikas vom UNO – COVAX Programm profitieren. Aus diesem UNO-Programm werden Impfstoffe, die von der UNO aus gesonderte Fords erworben wurde, auf finanzschwache Staaten verteilt. Bereits zuvor hatte Marokko einen Vertrag mit Johnson & Johnson abgeschlossen, um eigenständig Impfstoffe zu beschaffen. Das nordafrikanische Königreich verfolgt eine ehrgeizige Impfstrategie. Nach eigenen Angaben werden derzeit ca. 94% alle COVID-19 Impfungen in Afrika in Marokko verabreicht. Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist logistisch einfacher zu behandeln, da er eine übliche Kühlung benötigt. Zugleich soll eine einzige Injektion nötig sein, um einen Menschen abschließend zu impfen. John Nkengasong, Direktor des Africa Centres for Disease Control and Prevention schätzt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die AU an Johnson & Johnson ca. 10 US-Dollar pro Impfung zahlen muss.

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