Maghreb – Globaler Friedensindex veröffentlicht

Länder des Maghreb nehmen Plätze im Mittelfeld und im hinteren Viertel ein.

Krieg
Konflikte in der Welt mehren sich.

Algerien, Marokko, Libyen und Tunesien haben Potential nach Oben.

London – The Global Peace Index 2017 (Globaler Friedenindex) ist in dieser Woche veröffentlicht worden. Herausgeber ist das Institute for Economics & Peace in London. Das aktuelle Ergebnis der jährlichen Studie lässt nichts Gutes für die Zukunft erahnen. Zum vierten Mal in Folge verschlechtert sich die allgemeine Friedens- und Sicherheitslage in der Welt. Die Konflikte auf der Erde mehren sich.

Das friedlichste Land ist nach dem aktuellen Index Island. Dahinter folgen Neuseeland, Portugal, Österreich und Dänemark. Die unsichersten Länder sind die aktuellen Krisenherde der Welt. Am schlimmsten ist die Lage in Syrien. Kaum weniger schlecht ist die Lage in den Ländern Afghanistan, Südsudan, Irak und Somalia. Die Studie bewertet die Lage anhand von Kriterien wie Krieg und Konflikte, Terrorismus, Polizeigewalt sowie Militärausgaben.

Schlechteste Friedens- und Konfliktsituation seit 10 Jahren.

In 92 Ländern verschlechterte sich die Lage teils deutlich. Hingegen hat sich die Lage in nur 71 Länder verbesserten. Das ist das schlechteste Verhältnis der vergangenen vier Jahre. In Ländern in denen sich die Bürger sicher fühlen und in denen es keine Bedrohungslage gibt, geht es den Menschen tendenziell besser. Das Wirtschaftswachstum (BIP) war in friedlichen Ländern bis zu sieben Mal höher als in Konfliktgebieten oder unsicheren Regionen. Weltweit stieg die Anzahl von Toten bei militärischen Gefechten um 264%. Sowohl Europa als auch Nordamerika wurden im letzten Jahr weniger friedlich.

Zum ersten Mal in der modernen Geschichte machten Flüchtlinge im Jahr 2017 fast 1 Prozent der Weltbevölkerung aus. Insgesamt war die Lage in den letzten 10 Jahren nicht so konfliktreich wie im Jahr 2017. Der Index wird seit 12 Jahren erhoben.

Länder des Maghreb nehmen Plätze im Mittelfeld und im hinteren Viertel ein.

Das Institut bewertet die Lage anhand der genannten Kriterien in insgesamt 163 Ländern. Von den maghrebinischen Ländern ist die Lage in Libyen am schlechtesten. Mit Platz 157 ist das von Gewalt und militärischen Konflikten gebeutelte Land klares Schlusslicht im Maghreb. Auf Platz 109 liegt Algerien, in dem die Lage schlechter eingeschätzt wird als in Tunesien mit Platz 78 sowie Marokko mit Platz 71. Marokko hat sich verbessert. Das Königreich stieg um vier Plätze im Ranking. Ebenfalls stieg Libyen um einen Platz. Die beiden anderen Staaten haben sich verschlechtert. Tunesien verliert ganze sieben Plätze, Algerien fällt um drei Rankingstufen. Zum Vergleich liegt Deutschland auf Platz 17. Die USA als selbsternanntes Vorbild für Demokratie, Freiheit und dem Recht nach Glück zu streben, belegt Platz 123.

Ein Ergebnis des Index ist klar. Wer in seinem Land Entwicklung, Wohlstand und Zufriedenheit will, muss die inneren und äußeren Konflikte lösen.

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