Maghreb – Studieren in Deutschland – neue finanzielle Bedingungen

Höhere Anforderungen an die finanzielle Unabhängigkeit ausländischer Studenten

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Universität
Gebäude der Universität München in Deutschland

Einkommensnachweise und Beträge auf Treuhandkonten werden angepasst.

Berlin – Ein Studium im Ausland, sei es für ein Semester, ein Jahr oder den gesamten Studiengang, bringt viele Vorteile mit sich. Darunter neue oder bessere Sprachkenntnisse, die Kenntnisse über neue Kulturen, eine andere Arbeitsweise und vieles mehr. Deutschland ist eines der beliebtesten Länder für Studierende weltweit und insbesondere aus den Maghreb-Staaten.

Dafür gibt es viele Gründe. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung, das weltweit beliebte und anerkannte lmd-System (Bachelor – Master – Doktor), die relativ geringen Kosten, die Karrieremöglichkeiten und Arbeitsplätze, die sich daraus ergeben. Dies sind die Gründe, warum z.B. algerische Studenten ihr Studium in Deutschland gerne fortsetzen wollen. Für 2019 lagen den deutschen Hochschulen rund 350 Bewerbungen von Algerierinnen und Algerier vor, wie algérie360.com berichtet.

Höhere Anforderungen an die finanzielle Unabhängigkeit ausländischer Studenten

Studenten aus dem Ausland müssen in Deutschland nachweisen können, dass sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Alle Studierende, die ihr Studium in Deutschland aufnehmen oder fortsetzen wollen, einschließlich derjenigen, die bereits in Deutschland studieren, müssen jedoch bald einen höheren Betrag auf ihrem Sperrkonto nachweisen, um ein deutsches Studentenvisum zu erhalten oder ihre Aufenthaltserlaubnis zu verlängern.

Mit einem Treuhandkonto können Studierende nachweisen, dass sie über ausreichende Mittel verfügen, um ihren Lebensunterhalt während ihres Studiums in Deutschland zu finanzieren. Obwohl der Betrag für ein gesperrtes Bankkonto derzeit 10.332 EUR pro Jahr beträgt, kündigt schengenvisainfo.com an, dass der Mindestbetrag für ein solches Konto ab dem nächsten Wintersemester auf 11.172 EUR erhöht wird.

Konkret bedeutet dies, dass Studierende derzeit 861 Euro pro Monat nachweisen müssen, aber ab dem nächsten Semester des Studienjahres 2022/2023 werden sie 931 Euro belegen müssen. Dieser Schritt folgt auf die Genehmigung der Erhöhung des monatlichen Mindestbetrages der Studienfinanzierung (BAföG) von 861 Euro auf 931 Euro für nicht ausländische Studierende. Die deutschen Behörden passen den Betrag für ein gesperrtes Bankkonto laufend an die Bedürfnisse der Studierenden und die Lebenshaltungskosten in Deutschland an. Angesichts der gestiegenen Inflation und dem politischen Druck die BAföG – Sätze entsprechend anzuheben, ist damit zu rechnen, dass die Anforderungen für ausländische Studierende weiterwachsen werden.

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