Maghreb – Weniger Menschen von Hunger und Unterernährung bedroht.

Algerien, Marokko und Tunesien machen im Kampf gegen Hunger Fortschritte.

Maghreb – Staaten machen Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung.

New York – Das UNO – World Food Programme hat in diesen Tagen seinen aktuellen Bericht (Welternährungsbericht) zur Situation im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung veröffentlicht. Weltweit sind über 821 Mio. Menschen akut von Hunger und Mangelernährung betroffen. Infolge von Dürren, Klimaveränderungen und vor allem Konflikten sowie Kriegen ist die Anzahl der Betroffenen angestiegen. Fast 10 Jahre sank die Anzahl der betroffenen Menschen. Im Jahr 2015 hatten ca. 777 Mio. Menschen weltweit keine ausreichende Nahrung zur Verfügung. Doch der positive Trend konnte nicht aufrecht erhalten werden. Nun steigt die Anzahl der betroffenen Menschen wieder deutlich an.

Afrika und Südamerika weiterhin am stärksten betroffen.

Im weltweiten Vergleich sind die Menschen in Afrika und zunehmend in Südamerika am stärksten gefährdet und betroffen. In Afrika haben der Klimawandel und damit verbundene Ernteausfälle die Lage verschärft. Aber auch die militärischen Eskalationen in den Bürgerkriegen Jemen und Syrien haben die Anzahl der Unterernährten anwachsen lassen. Für die veränderte Lage in Südamerika ist die Situation in Venezuela ein wesentlicher Einflussfaktor. Der faktische Zusammenbruch der Wirtschaft und eine Inflation in bisher unbekannter Höhe haben die Bevölkerung verarmen lassen.

Algerien, Marokko und Tunesien machen im Kampf gegen Hunger Fortschritte.

Sowohl Algerien wie auch Marokko und Tunesien konnten in den letzten Jahren erfolgreich gegen Hunger und Mangelernährung in ihren Ländern vorgehen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anzahl der betroffenen Menschen noch immer zu hoch ist. In Algerien gab es im Messzeitraum 2004 – 2006 ca. 2,9 Mio., in Marokko 1,7 Mio. und in Tunesien ca. 0,6 Mio. schlecht ernährte oder hungernde Menschen. Im Folgezeitraum 2015 – 2017 waren es in Algerien 1,9 Mio., in Marokko ca. 1,4 Mio. und in Tunesien nahezu unverändert ca. 0,6 Mio. von Hunger und Mangelernährung betroffene Menschen. Damit machte Algerien absolut den größten Entwicklungssprung. Zu Libyen gibt es keine Angaben. Die Maghreb – Staaten stehen damit besser da als z.B. Ägypten (Anstieg von 4,2 auf 4,6 Mio.) oder dem Sudan (ca. 10 Mio.) betroffene Menschen.

Welternährungsbericht
Quelle Welternährungsbericht 2018 – Entwicklung in Nordafrika und Maghreb – Staaten