Marokko – 151 aus Mauretanien zurückgeholte Staatsbürger in Dakhla angekommen.

Weiterhin warten viele Staatsbürger auf die Möglichkeit zur Rückkehr.

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Quelle ONDA: Flughafen Dakhla.

Zurückgeholte Marokkanerinnen und Marokkaner nun in Quarantäne.

Rabat – Im Rahmen der Rückführungsaktion von Marokkanern, die aufgrund der Grenzschließungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie im Ausland gestrandet sind, kamen insgesamt 151 Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus Mauretanien an. Erneut holte das nordafrikanische Königreich Marokko einige ihrer Staatsbürger am gestrigen Sonntag (21.06.2020) mit Flugzeugen der staatlichen Fluggesellschaft Royal Air Maroc aus dem Nachbarland ab und flog sie in die Provinzhauptstadt Dakhla, im Süden des Landens.

In einer Erklärung betonte die Regierung, dass die Operation „in voller Übereinstimmung mit den Vorsichtsmaßnahmen und dem geltenden Gesundheitsprotokollen“ stattgefunden hat, „um einen sicheren und erfreulichen Empfang für diese Passagiere unter der Aufsicht der zuständigen Behörden zu gewährleisten.“ An Bord der Flugzeuge galt eine Maskenpflicht und auch die Desinfektion der Hände war vorgeschrieben.

Rückkehrer wurden auf das SARS-COV 2 Virus getestet und müssen in Quarantäne.

Nach Angaben der Behörden führte medizinisches Personal Covid-19 Screeningtests an den 151 Passagieren, unter ihnen auch mehrere Kinder, durch. Alle Rückkehrer wurden dann mit Bussen in verschiedene Hotels in der Stadt Dakhla gebracht, wo sie gemäß den geltenden Gesundheitsvorschriften untergebracht werden. Sie müssen mindesten neun Tage in Quarantäne verbleiben.

Mehrer Rückführungsaktionen wurden bereits durchgeführt.

Hunderte von im Ausland gestrandeten Marokkanern kehrten auf mehreren Flügen von Algerien, der spanischen Region Andalusien, Madrid, Barcelona und den Kanarischen Inseln nach Marokko zurück. Zuletzt flog man eigene Staatsbürger aus der Türkei aus. Diese Rückführungsaktionen werden fortgesetzt und sollen bald auch andere Länder einbeziehen. Für die zurückgebrachten ist positiv zu erwähnen, dass alle Kosten von der Regierung getragen werden.

Weiterhin warten viele Staatsbürger auf die Möglichkeit zur Rückkehr.

Allerdings wurde die Aktion erst nach mehr als 2,5 Monaten der Grenzschließung gestartet. Bis dahin galten über 32.000 Staatsbürger mit ständigem Wohnsitz im Königreich als im Ausland gestrandet. Zwar wurde das Außenministerium nicht müde zu betonen, dass sich die Botschaften und Konsulate um die gestrandeten Menschen kümmern würden, doch die überwiegende Mehrheit war tatsächlich seinem Schicksal überlassen oder wurde von Verwandten (MRE) vor Ort unterstützt. Leider teilt Marokko auch nicht mit, wie viele der über 32.000 Bürgerinnen und Bürger zurückgebracht werden sollen oder ob man nur Personen in prekären Situationen zurückführt. Die ersten Rückkehrer sind tatsächlich nach humanitären Kriterien ausgewählt worden.

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