Marokko – 17 jähriger rennt auf König zu, um auf die Situation seiner Eltern aufmerksam zu machen.

Mögliches Nachspiel für das Sicherheitsteam.

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Fahrzeug
Zuschauer rennt auf Fahrzeug von König Mohammed VI. zu.

Nationale Sicherheitsbehörde DGSN geht von keiner direkten Gefährdung oder einem Attentatsversuch aus.

Rabat – In einer Pressemeldung, die über die marokkanisch-staatliche Nachrichtenagentur MAP verbreitet wurde, nahm die nationale Sicherheitsbehörde DGSN zu dem gestrigen Zwischenfall Stellung. Während der Fahrt von Papst Franziskus I. und König Mohammed VI. vom Flughafen Rabat / Sale in die Innenstadt der marokkanischen Hauptstadt, versuchte ein Zuschauer König Mohammed VI. zu erreichen. Er rannte von der gegenüberliegenden Straßenseite am „Papa Mobile“ des Papstes vorbei auf die Kolonne des Königs zu. Kurz bevor er das Fahrzeug des marokkanischen Königs erreichen konnte, setzten ihn die Sicherheitskräfte fest und die Kolonne konnte praktisch störungsfrei weiterfahren. Zu diesem Zeitpunkt stand der König außerhalb seines Fahrzeuges und winkte den wartenden Menschen zu.

Festgenommene Person ist ein 17 – jähriger.

Bei der Person soll es sich um einen 17 – jährigen handeln. Darüber informierte die DGSN. Sein Motiv soll keines gewesen sein, dass man als unmittelbare Gefährdung des Königs oder gar als Attentatsversuch werten müsste. Vielmehr wollte der junge Mann auf die Situation seiner Eltern aufmerksam machen, die sehr erkrankt sein sollen. Wo sich der junge Mann aufhält, wurde nicht mitgeteilt. Es ist aber davon auszugehen, dass er sich weiterhin in Gewahrsam befindet. Auf die Störung der königlichen Kolonne stehen in Marokko hohe Strafen. Neben Geldbußen ist auch eine mehrjährige Haftstrafe möglich. Immer wieder haben in der jüngsten Vergangenheit Personen versucht, durch ähnliche Aktionen an den marokkanischen König heranzukommen. Stets mit einem persönlichen Anliegen. Auch wenn bisher keine Absicht bestand dem König zu schaden, so stellt dieses Verhalten eine Gefährdung da. Auch die Personen selbst spielen mit ihrem Leben, da die Leibwächter des Königs auch durch eine gezielte Tötung reagieren könnten, da die Absichten der Personen nicht sofort zu erkennen sind.

Kolonne
Facebook DGSN zum Zwischenfall auf die königliche Kolonne.

Mögliches Nachspiel für das Sicherheitsteam.

Bei dem Verhör des Teenager wird es wohl nicht bleiben. Es wird zu prüfen sein, wie es überhaupt möglich war, dass der junge Mann soweit kam. Die Straßenseiten waren mit Sicherheitsgittern abgesperrt und in relativ kurzen Abständen standen Polizisten und Mitglieder von Sondereinheiten, um die Sicherheit des Papstes und des Königs zu erhöhen. Dennoch konnte der junge Mann über eine mehrspurige Straße hinweg in die unmittelbare Nähe des königlichen Fahrzeuges gelangen. Bei einer bösen Absicht bestand sowohl für den Papst als auch für den König eine sehr hohe Gefährdung. Das Sicherheitskonzept wird sich die DGSN sicherlich nochmals genauer ansehen.

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