Marokko bewirbt sich um FIFA WM 2026

Marokkos König sieht eine Außenseiterchance.

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FIFA WM
Marokko will die FIFA WM 2026 austragen. Bewerbung eingereicht.

Marokkanischer Fußballverband FRMF hat eine offizielle Bewerbung zur FIFA WM eingereicht.

Rabat – Marokko bewirbt sich um die FIFA WM 2026. Der marokkanische Fußballverband FRMF hat seine offizielle Bewerbung als Austragungsort für die Fußballweltmeisterschaft 2026 eingereicht und bekanntgegeben. Kurz vor Fristende reichte Marokko seine Bewerbung am letzten Freitag bei der FIFA in der Schweiz ein. Damit bewirbt sich Marokko erneut als Gastgeber für das größte Sportereignis der Welt. Es ist insgesamt die vierte Bewerbung des nordafrikanischen Königreiches.

König Mohammed VI. kündigte bereits im Juni die Bewerbung Marokkos an.

Marokkos Absicht die Fußballweltmeisterschaft auszurichten wurde von König Mohammed VI. im Juli indirekt angekündigt, als er den Teilnehmern des afrikanischen Fußballverbandes sagte, dass Marokko bereit sei, große Veranstaltungen, einschließlich der Weltmeisterschaft zu organisieren. Bereits Monate zuvor sickerte die Absicht Marokkos durch, als bekannt wurde, dass der König von Marokko persönlich König Philippe von Spanien angesprochen hatte um gemeinsam die Fußballweltmeisterschaft zu organisieren. Es war zeitweise auch die Rede davon, dass es zu einer gemeinsamen Organisation zwischen Spanien, Portugal und Marokko kommen könnte – maghreb-post berichtete. Zu dieser Zusammenarbeit scheint es nicht zu kommen. Die Bewerbung hat Marokko nun alleine abgegeben.

Hat Marokko eine Chance zu gewinnen?

Nach dem 2006 die WM in Deutschland und damit in Europa stattfand, 2010 Südafrika erstmalig für Afrika Gastgeber war, 2014 Südamerika mit Brasilien sich präsentieren durfte, 2018 Russland Europa und Asien zugleich repräsentieren wird und 2022 Qatar die Fußballweltmeisterschaft in den nahen Osten bringt, wäre 2026 eigentlich Nord- und Mittelamerika an der Reihe. Es hatten sich gemeinsam für die FIFA WM 2026 Kanada, USA und Mexiko beworben.

Marokkos König sieht eine Außenseiterchance.

Marokkos König rechnet sich aber eine gewisse Außenseiterchance aus, den Zuschlag für die FIFA Fußballweltmeisterschaft zu erhalten. Die FIFA hatte sich geweigert die WM vorzeitig an Nord- und Mittelamerika zu vergeben, sondern hatte dazu aufgefordert sich für die WM 2026 zu bewerben. Angesichts der politischen Spannungen zwischen den USA und Mexiko ist nicht klar, ob sich die FIFA auf einen Austragungsort Nordamerika einigen kann oder es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit zwischen Mexiko und den USA kommt. Auch hat die FIFA bereits versucht den Nordamerikanischen Markt für Fußball zu begeistern, in dem man Die FIFA WM 1994 ausrichtete. Wirtschaftlich konnte sich „Soccer“ nicht gegen Baseball und Football entwickeln. Mexiko durfte die WM bereits zweimal ausrichten 1972 und 1984. Dennoch gilt die gemeinsame Bewerbung von Kanada, Mexiko und den USA als Favorit. Nun macht aber Marokko den drei Ländern Konkurrenz. Weitere Bewerbungen wurden nicht eingereicht. Die Entscheidung trifft die FIFA 2018 in Moskau, unmittelbar vor dem Anpfiff der Weltmeisterschaft in Russland.

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