Marokko – Busunglück von Errachidia – 5 weitere Opfer gefunden.

Ermittlungen zur Unglücksursache laufen.

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Busunglück
Busunglück nahe Errachidia

Opferzahl erreicht 24 und könnte weiter steigen.

Errachidia – Die Behörden von Draa – Tafilalet gaben am heutigen Freitag bekannt, dass sie fünf weitere Leichen gefunden haben. Damit steigt die Opferzahl, nach dem Busunglück am (Fluss) Oued Damchan in der Provinz Errachidia vom 8. September 2019, weiter an. Nun wurden drei Männer und zwei Frauen aus dem Flussbett geborgen. Bereits gestern hatte man die Leiche eines weiteren Mannes gefunden. Damit hat sich die Anzahl der Opfer auf 24 erhöht und könnte weiter steigen. Nach wie vor suchen die Hilfskräfte des marokkanischen Katastrophenschutzes nach Vermissten. Es besteht aber kaum Hoffnung mehr auf Überlebende. „Alle eingesetzten Dienste werden weiterhin mobilisiert, um vermisste Personen zu finden“, sagten die Behörden vor Ort.

Ermittlungen zur Unglücksursache laufen.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Reisebus am vergangen Sonntag durch eine Sturzflut erfasst und von einer Brück ins Flussbett gestürzt. Unklar ist, ob es ein Unfall gewesen ist oder der Fahrer die Situation falsch einschätzte hat und die Brücke trotz Überflutungen überqueren wollte. Der Fahrer war zunächst nicht auffindbar, wird aber mittlerweile im Krankenhaus unter Sonderbewachung behandelt. Nach Medienberichten soll der Fahrer unter den Verletzten zunächst nicht erkannt worden und fälschlich als flüchtig eingestuft worden sein. Behördenvertreter sprachen zeitweise auch davon, dass sich der Fahrer nach eine Flucht im Krankenhaus gestellt hat.

König entsandte hochrangige Delegation an den Ort des Busunglücks.

Auf königliche Anweisung hin reiste eine Delegation von Beamten zum Unglücksort, um sich über die Situation zu informieren. Unter ihnen Innenminister Abdelaoufi Lafititit, Verkehrsminister Abdelkader Amara und Generalleutnant Mohamed Haramou, Kommandant der Königlichen Gendarmerie.

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