Marokko – Coronavirus: „Gesundheitskarte“ ist bei Einreise auszufüllen.

Gesundheitskarte dient der nachträglichen Identifikation von möglichen Ansteckungswegen.

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Coronavirus
Einreisende müssen "Gesundheitskarte" ausfüllen.

Im Rahmen der Prävention vor dem Coronavirus führt Marokko eine „Gesundheitskarte“ zur Erfassung von Einreisenden ein.

Rabat – Die steigende Anzahl der Infektionen mit dem Coronavirus in China, im Mittelmeerraum und in Europa, lässt die marokkanischen Behörden weitere Maßnahmen ergreifen. Bereits jetzt finden an den größten und wichtigsten Flughäfen zeitweise bzw. teilweise medizinische Kontrollen statt. So wird versucht, potentiell erkrankte Passagiere herauszufiltern. Dazu wird vor allem nach grippeähnlichen Symptomen geschaut und die Körpertemperatur kontrolliert. Marokko ist sich aber bewusst, dass es einen absoluten Schutz nicht geben kann und will seine Möglichkeiten verbessern, bei einer tatsächlichen Infektion die weiteren Ansteckungswege einzuschränken. Dazu benötigt man Informationen und Kontaktdaten der einreisenden Personen. Aus diesem Grund führt Marokko nun eine sog. Gesundheitskarte ein, die bei Einreise in das Königreich ausgegeben wird. Vorrangig müssen Passagiere, die per Schiff oder per Flugzeug einreisen, ihre Daten und Informationen zum Herkunftsland zur Verfügung stellen.

Gesundheitskarte dient der nachträglichen Identifikation von Möglichen Ansteckungswegen.

Das Gesundheitsformular, die Gesundheitskarte, für einreisende Passagiere ermöglicht es, verschiedene Informationen einzusammeln, darunter Name und Vorname, Geburtsdatum, Ankunftsdatum in Marokko, Sitzplatznummer im Flugzeug, Flugnummer, Passnummer und Nationalität des Passagiers. Reisende, die in das Königreich reisen, werden gebeten, über die Gesundheitskarte auch Fragen zum Herkunftsland sowie zur Transitwegen, zur Adresse in Marokko, zur E-Mail-Adresse und auch zur Telefonnummer in Marokko oder im Heimatland zu beantworten.

Gesundheitskarte
Marokko führt Gesundheitskarte im Rahmen der Seuschenbekämpfung um das Coronavirus ein.

Passagiere aus China sollen identifiziert werden.

In erster Linie geht es darum Passagiere zu identifizieren, die aus China einreisen, auch dann wenn sie nicht direkt anreisen, sondern ggf. über ein Ziel in Europa weitergereist sind. Zugleich verbreitet sich das Coronavirus zunehmend in Italien, Frankreich, Spanien und inzwischen auch in Deutschland, so dass sich das Risiko der Einschleppung erhöht hat. Insbesondere die Kontaktdaten sind wichtig, um nachträglich Menschen wiederfinden zu können, falls dies durch einen Infektionsfall nötig sein würde. Dadurch können Leben gerettet werden, vor allem auch der Mitreisenden, aber auch der Menschen im Königreich Marokko selbst. Daher ist das Ausfüllen der Karte keine freiwillige Maßnahme, sondern zwingend bei der Einreise vorzunehmen.

Marokkanisches Gesundheitsministerium verteilt Informationsmaterial

Wenn Passagiere nicht aus China nach Marokko einreisen und auch keine Symptome einer Erkältung aufweisen, werden keine Maßnahmen ergriffen, bis auf die beschriebene schnelle Kontrolle der Körpertemperatur mit Hilfe einer Wärmekamera, sagt Dr. Lyoubi, Leiter der Seuchenbekämpfung im marokkanischen Gesundheitsministerium. Den einreisenden Personen wird eine Informationsbroschüre übergeben, um sie auf das Coronavirus aufmerksam zu machen und ihnen die Telefonnummer mitzugeben, an die sie sich im Falle von Symptomen wenden können“, so Dr. Lyoubi weiter.

Bisher gab es in Marokko keinen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Die 19 bisherigen Verdachtsfälle wurden getestet und die Ergebnisse ergaben keine Infektion. In wenigen Wochen rollt auf Marokko die erste Welle an Touristen zu. In Europa nähern sich die Osterferien und in der islamischen Welt beginnt Ende April der heilige Fastenmonat Ramadan, den viele im Ausland lebenden Marokkanerinnen und Marokkaner gerne für einen Aufenthalt in Marokko nutzen.

Marokko – Keine bestätigte Coronavirus – Infektion.

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