Marokko – COVID-19 Zone 1 wird erweitert.

Neuregelung ab dem 24. Juni gültig.

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Appelle
Behörden fahren durch die Straßen und fordern zur positiven Verhalten auf.

Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen für Casablanca und Rabat.

Rabat – Mit dem Ziel der Regierung allmählich das Land von den Einschränkungen des Coronavirus Gesundheitsnotstands zu entlasten, kündigte die Regierung an, wöchentlich die epidemiologische Situation neu zu bewerten. Zugleich hat man das Land in zwei Risikozonen aufgeteilt, um flexibel auf die Situation je Provinz oder Region reagieren zu können. Am gestrige Abend gaben das Gesundheits- und das Innenministerium ihre erste Pressemeldung zu möglichen Anpassungen und Reaktionen auf die neusten Entwicklungen heraus. Bereits nach einer Woche, seit Bekanntgabe der neuen Zonenbildung, werden Umsortierungen zwischen den Risikozonen bekanntgegeben.

Neuregelung ab dem 24. Juni gültig.

Ab dem 24. Juni um Mitternacht werden eine Anzahl von Städten, darunter Rabat und Casablanca, die in zwei der am stärksten betroffenen Regionen des Landes liegen, anderen Provinzen und Präfekturen der Zone 1 zugeordnet. Damit werden unter anderem in der Wirtschaftsmetropole und in der Hauptstadt die Eindämmungsmaßnahmen zurückgefahren. Weiterhin in der Zone 2 verbleiben die Provinzen und Präfekturen Tanger, Asilah, Marrakech, Larache und Kenitra. Dort lagen in den letzten Tagen die aktuellen Schwerpunkte der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS COV 2.

Marokko – Erschreckender Anstieg von 539 Neuinfektionen mit SARS-COV 2.

Regierung bleibt bei ihrem wöchentlichen Überprüfungsverfahren.

Die Regierung wiederholte ihren Beschluss, weitere Anpassungen des Gesundheitsnotstands jeweils wöchentlich anzukündigen. Die Maßnahmen sind von der epidemiologischen Situation in den einzelnen Regionen abhängig.

Am 9. Juni kündigte die Regierung eine Verlängerung des Gesundheitsnotstands in Marokko bis zum 10. Juli an. Zugleich wurde die neue Zonenregelung eingeführt.

Bürger aus Zone 1 können ohne Sondergenehmigungen das Haus verlassen und sich innerhalb ihrer Präfektur oder Provinz nur mit dem Personalausweis bewegen.

In Zone 1 dürfen auch Geschäfte und Unternehmen ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, die vom persönlichen Kundenkontakt abhängig sind, darunter Friseure oder Schönheitssalons. Dabei dürfen sie aber die Auslastung von 50% des sonst möglichen nicht überschreiten. Die Bewohner der Zone 1 können auch individuelle Sportaktivitäten im Freien wie Wandern und Radfahren ausüben.

Orte mit hohen Menschenansammlungen und erschwerten Rahmenbedingungen für Schutzmaßnahmen bleiben geschlossen.

Trotz der grundsätzlichen Lockerungen bleiben die verkündeten Schutzmaßnahmen bestehen. So gilt weiterhin eine Maskenpflicht und auch der Mindestabstand von 1,5 Metern bleibt bestehen. Dort wo dies nicht einzuhalten ist, gelten die bisherigen Verbote weiterhin. Das Versammlungsverbot im öffentlichen und privaten Raum wird landesweit nicht gelockert. Darunter fallen auch Hochzeiten und sonstige Feiern oder Beerdigungen. Hammams und Moscheen werden ebenfalls geschlossen bleiben.

Übersicht Provinzen nach Zonen (ohne Gewähr).

Zone 1: Al Hoceima, Region Beni Mellal-Khenifra, Boulemane, Chichaoua, Chefchaouen, Region Dakhla-Oued Eddahab, Essaouira, El Haouz, Region Draa-Tafilalet, Fahs-Anjra, Region Guelmim-Oued Noun, Khemisset, Kelaat Sraghna, Ifrane, Region Laayoune-Sakia El Hamra, Moulay Yakoub, Oriental, M’diq-Fnideq, Meknes, Ouezzane, Rhamna, Sidi Bennour, Sefrou, Settat, Safi, Sidi Kacem, Taounate, Region Souss-Massa, Youssoufia, Tetouan, Taza, Sidi Slimane;

Ab 24. Juni Mitternacht: Casablanca, El Hajeb, Fez, Berrechid, El Jadida, Ben Slimane, Mediouna, Nouaceur, Mohammedia, Rabat, Skhirat-Temara

Zone 2: Larache, Marrakesch, Kenitra, Tanger, Assilah

(Anpassungen können vom Innenministerium lockal und zeitnah jederzeit vorgenommen werden.)

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