Marokko – Der Flughafen Rabat-Salé soll Gesichtserkennungssysteme für CheckIn und Sicherheitszonen bekommen.

Mit Hilfe biometrischer Merkmale sollen sich Passagiere unabhängig vom Personal auf Reisen begeben können.

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Rabat
Hauptstadtflughafen Rabat - Salé

Bau eines neuen Terminals des Hauptstadtflughafens nach neuesten Standards mit biometrischen Zugangs- und Selbstservice – Systemen sowie automatisierten Zutrittsmöglichkeiten in Sicherheitsbereiche.

Rabat – Der Flughafen der marokkanischen Hauptstadt, Rabat-Salé, wird nach Angaben der nationalen Flughafenbehörde (ONDA), mit einem Gesichtserkennungssystem ausgestattet.

Um die „Qualität der Dienstleistungen für Fluggäste“ zu verbessern, bereitet das ONDA die Einführung eines Gesichtserkennungssystems vor, das einen reibungslosen Durchlauf am Flughafen Rabat-Salé gewährleisten soll. In diesem Zusammenhang hat das ONDA eine Ausschreibung veröffentlicht und die Frist für die Einreichung von Angeboten zu Implementierung solcher Systeme auf den 15. September 2022 festgelegt.

Die marokkanische Hauptstadt erweitert derzeit den jetzigen Flughafen Rabat-Salé. Seit einigen Jahren wird an einem neuen Terminal gebaut, das modernsten Sicherheitsansprüchen genügen soll. Derzeit ist der Flughafen recht klein und wird nicht von allen Ländern angeflogen. Von Deutschland aus kann man nur von Weeze direkt nach Rabat fliegen.

Mit Hilfe biometrischer Merkmale sollen sich Passagiere unabhängig vom Personal auf Reisen begeben können.

Das auch als „Biometrisches Passagier-Service-System (BPSS)“ bezeichnete System wird eine mobile Anwendung umfassen, die die biometrische Anmeldung und die Erstellung des biometrischen Passes des Passagiers ermöglicht, sowie Selbstbedienungs-Abfertigungsautomaten zur gemeinsamen Nutzung (12 Einheiten), biometrische Selbstbedienungs-Gepäckabgabestationen (Self Bag Drop) (12 Einheiten), eine biometrische automatische Zugangstür zum Sicherheitsbereich (E-Gate) (8 Einheiten), biometrische Boarding-Terminals (12 Einheiten) und Informationssäulen (8 Einheiten).

Dieser Schritt in Richtung Digitalisierung soll es den Fluggästen ermöglichen, Warteschlangen beim Einchecken zu vermeiden und dank des SSPB einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Ähnliche Systeme gibt es an europäischen Flughäfen bereits seit einigen Jahren. So nutzen die Flughäfen Frankfurt, München oder Zürich solche Systeme bis hin zur Passkontrolle. Passagiere können am Automaten ihre Tickets ziehen, den Koffer selbst abgeben und mit Hilfe von Kundenkarten und Ausweispapieren bis zur Sicherheitskontrolle des Handgepäcks gelangen, ohne je auf eine Kraft des Flughafens angewiesen zu sein. An Marokkos größtem Flughafen, Casablanca Mohammed V, gibt es von der staatlichen Fluggesellschaft Royal Air Maroc bereits erste Automaten für die Aufgabe des Gepäcks oder für die Ticketabholung. Nun soll auch der Hauptstadtflughafen nachziehen und mit Hilfe von Gesichtserkennungssystemen noch einen Schritt weiter gehen können.

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