Marokko – DGST warnt französischen Geheimdienst vor Terroranschlag.

Selbstmordattentat mit Schwertern und Sprengstoff von fünf Frauen geplant.

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Quelle DGST - Marokkanischer Auslandsgeheimdienst warnt Ausland vor Terroranschlag

Französischer Staatsbürgerinnen marokkanischer Herkunft sollen laut DGST Anschlag auf Kirche in Frankreich geplant haben.

Rabat / Paris – Die Generaldirektion für Territoriale Überwachung (DGST), der marokkanische Auslandsgeheimdienst, hat den französischen Nachrichtendiensten konkrete Informationen über insgesamt fünf französische Staatsbürgerinnen marokkanischer Herkunft geliefert, die über Ostern ein bevorstehendes terroristische Attentat gegen eine Kirche in Frankreich geplant haben sollen.

Auf der Grundlage dieser Informationen, die am 1. April 2021 übermittelt wurden, haben die zuständigen französischen Behörden am 3. und 4. April 2021 Festnahmen und Schutzmaßnahmen ergriffen, die es ermöglichten, diesen terroristischen Anschlag zu vereiteln, sagte ein Sprecher des marokkanischen DGST, in einer von der Nachrichtenagentur MAP zitierten Erklärung.

Selbstmordattentat mit Schwertern und Sprengstoff geplant.

Die französischen Behörden wurden noch rechtzeitig darüber informiert, dass sich die Hauptverdächtige, die gerade mal 18 Jahre alt sein soll, in den finalen Vorbereitungen eines Selbstmordanschlags befand, der im Inneren eines christlichen Gotteshauses hätte stattfinden sollen. Zum Einsatz sollte ein großes Schwert kommen, um möglichst viele Menschen an Ort und Stelle zu töten oder zu verstümmeln. Die von der DGST zur Verfügung gestellten Informationen umfassten persönliche Daten der Hauptverdächtigen und ihre elektronischen Kenndaten sowie das terroristische Vorhaben, das sie in Zusammenarbeit mit Daech-Elementen (ISIS) durchführen wollte.

Das DGST lieferte den französischen Behörden auch Informationen über den Grad der Radikalität, den die Hauptverdächtige erreicht haben soll, einschließlich ihrer unmittelbar bevorstehenden Absicht, Tötungshandlungen und Enthauptungen von Leichen zu begehen, diese mit Hilfe von Videos, im dem Stile des Daech (ISIS), aufzuzeichnen und anschließend zu veröffentlichen.

Festnahme im Südfrankreich

In der Nacht vom 3. auf den 4. April 2021 verhafteten Polizeibeamte der französischen DGSI und des RAID fünf Frauen aus derselben Familie in Béziers, Südfrankreich.

Bei den Festnahmen entdeckte die Polizei „eine große Menge an Beweismaterial“, darunter ein Schwert, sowie Vorbereitungen für selbstgebaute Sprengsätze.

Die nationale französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen „terroristischer krimineller Vereinigung“ und „Besitz und Herstellung von Sprengstoff im Zusammenhang mit einer terroristischen Planung“ eingeleitet, um das gesamte Ausmaß der Terrorzelle zu ermitteln.

Die fünf Frauen wurden am Montag, den 5. April, in finalen Polizeigewahrsam genommen und dem Haftrichter vorgeführt.

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