Marokko – Drogenfund von 240 kg in Casablanca

Nicht der erste Fund großer Drogenmengen im Hafen von Casablanca.

Drogenfund
Drogen in Orangensaftkartons am Hafen von Casablanca entdeckt.

Drogen waren in Orangensaftkartons versteckt.

Casablanca –  Wie die Zollbehörden nun bekannt gaben, wurde im Hafen von Casablanca ein größerer Drogenfund gemacht. Wie marokkanische Medien berichten, haben die Behörden bereits am 08. März 2018 ca. 240 Kg eines Haschichproduktes entdeckt. Versteckt waren die Drogen mit der Bezeichnung „Chira“ in Kartons einer bekannten Orangensaftmarke. Der eigentlich zu erwartende Orangensaft wurde durch die Drogen ersetzt.

Unstimmigkeiten in den Frachtdokumenten führten zum Drogenfund.

In der veröffentlichten Pressemitteilung gab die Zolldirektion des Hafens von Casablanca bekannt, dass man durch die Frachtdokumente misstrauisch geworden ist. „Eine Einsichtnahme in die der Zollanmeldung beigefügten Exportdokumente zu der Ladung, die aus insgesamt 720 Einheiten mit jeweils 12 Orangensaftkartons gehörten, hat Unstimmigkeiten ergeben. Diese Unstimmigkeiten ließen den Verdacht aufkommen, dass es sich bei den Gütern um illegale Ware handeln könnte.“ Mit Hilfe der Drogenfahndung wurde die verdächtige Ladung überprüft. Das Ergebnis: „240 kg „Chira“ gepresst in Blöcken, die mit Plastik- und Alufolie verpackt und sorgfältig in Orangensaftkartons einer inländischen Marke versteckt waren“.

Nicht der erste Fund großer Drogenmengen im Hafen von Casablanca.

Der ganze afrikanische Kontinent kämpft gerade gegen Drogenhändler und Schmuggler. Haschisch und Haschischderivate werden in Marokko selbst angebaut und verarbeitet. Hauptabnehmer sind die Nachbarländer in Europa. Allerdings nutzen internationale Drogenkartelle zunehmend die politische und wirtschaftliche Situation zahlreicher Länder in Afrika dazu, um „sichere“ logistische Routen nach Europa aufzubauen. Die maghrebinischen Länder sind als Transferländer nach Europa besonders interessant. Erst vor wenigen Wochen meldeten die Behörden einen Drogenfund von 500 kg Kokain. Am Flughafen Mohamed V. in Casablanca werden praktisch wöchentlich Drogenkuriere identifiziert und festgenommen.

Lesen Sie auch: Marokko – BCIJ meldet Drogenfund von 500 kg.

Empfohlener Artikel