Marokko – Fahrer des verunglückten Busses stellt sich.

Fehleinschätzung des Fahrers als mögliche Unglücksursache wird wahrscheinlicher.

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Reisebus
Reisebus in Marokko verunglückt

Busfahrer galt zunächst als verschollen oder geflohen.

Errachidia – Der Fahrer, der am vergangenen Sonntag an der Brücke „Oued Damchan“ (Gemeinde El Khank) in der Provinz Errachidia am Steuer des Unglücksbusses saß, ist gefunden worden. Er galt als verschollen oder als flüchtig. Wie die lokalen Behörden über die marokkanische – staatliche Nachrichtenagentur MAP mitteilten, gab es Zeugenaussagen, die eine Flucht des Fahrers nach dem Unfall nahe legten. Nun soll sich am gestrigen Nachmittag der Fahrer im Regionalkrankenhauses Moulay Ali Chérif gemeldet haben, so die örtlichen Behörden der Provinz von Daraâ Tafilalet. Der Fahrer, der zu den vermissten Personen gezählt wurde, wurde in einem speziellen Flügel des Krankenhauses untergebracht, um unter Aufsicht der Sicherheitsdienste behandelt zu werden. Er scheint bei dem Unglück Verletzungen davon getragen zu haben. Im Anschluss wird er sich gerichtlichen Untersuchungen durch die zuständigen Dienststellen und unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft stellen müssen.

Krankenhaus
Krankenhaus Moulay Ali Chrif – Errachidia

Fehleinschätzung des Fahrers als mögliche Unglücksursache wird wahrscheinlicher.

Noch ist völlig unklar, wie es zu der Tragödie am vergangenen Sonntag kommen konnte. Die örtlichen Ermittlungsbehörden haben sich dazu nicht geäußert. Berichte des marokkanischen Fernsehsenders 2M-TV, in denen Verletzte und Überlebende des Reisebusses zu Wort kamen, lassen vermuten, dass der Fahrer die bereits überflutete Brücke, trotz Aufforderungen von Passagieren dies nicht zu tun, überquert hat. Dabei könnte er den denkbar ungünstigsten Augenblick gewählt haben. Der Reisebus soll von zwei Wellen und größeren Wassermassen erfasst und ins Flussbett gestürzt worden sein. Letztendlich gilt es, die Stellungnahme des Fahrers abzuwarten, der sicherlich in Kürze vernommen wird. Bei dem Unglück starben nach offiziellen Angaben 17 Menschen. Weitere 30 Personen befinden sich unter den Verletzten, die teilweise bereits die Krankenhäuser verlassen konnten.

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