Marokko feiert Opferfest – offizielle Zeremonie durch König abgehalten.

Diplomaten und Würdenträger gratulieren dem Monarchen

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Opferfest
König Mohammed VI. begeht Opferfest in Rabat.

König Mohammed VI. begeht offizielle Zeremonie zum Opferfest in Marokko.

Rabat – Wie die gesamte islamische Welt begeht auch Marokko in diesen Tagen das hohe islamische Opferfest „Eid El Adha“. In seinen Rollen als Staatsoberhaupt und als geistlicher Führer der Gläubigen (Amir el Muminin) begann König Mohammed VI. gestern den offiziellen Teil des Festest.

Begonnen hat der Tag für König Mohammed VI. in Rabat mit der Ankunft im Stadtpalast der Hauptstadt. In der Moschee Ahl-Fez nahm der König am Gebet teil. Er wurde begleitet von Thronprinz Moulay Hassan, Prinz Moulay Rachid, Prinz Moulay Ismail und dem Saudiischer Fürst Khaled Bin Talal bin Abdulaziz Al Saud.

Diplomaten und Würdenträger gratulieren dem Monarchen

Nach dem Gebet nahm der König Gratulationen durch Würdenträger und Diplomaten entgegen. Im Anschluss traten der Monarch und der oberste Prediger des Landes in den Innenhof um für die königliche Familie und alle Gläubigen das Opfer zu erbringen.

Hintergrund des Eid El Adha – dem höchsten islamischen Festes

Das sog. Opferfest (im arabisch عيد الأضحى, ʿĪdu l-Aḍḥā – Eid El Adha) ist das höchste islamische Fest. Es wird zum Ende und als Höhepunkt der Pilgerfahrt nach Mekka und von Muslimen in aller Welt gefeiert. Es wird jedes Jahr am 10 Tag des islamischen Monats Dhū l-Hiddscha begannen und dauert 4 Tage. In diesem Jahr begann das Opferfest am 01. September mit der Opferung eines Tieres und endet am 04. September 2017. Der Zeitraum wandert durch die Jahreszeiten und somit von Jahr zu Jahr, da sich der Termin nach dem muslimischen Mondkalender richtet, der um ca. 11 Tage vom Sonnenkalender abweicht.

Beim Opferfest wird an die Bereitschaft des Propheten Ibrahim (Abraham) erinnert seinen uneingeschränkten Glauben an Allah zu beweisen. Nach muslimischer Überlieferung wurde er von Gott hinsichtlich seines Glaubens geprüft und bestand die Prüfung. Der Prophet Ibramim war bereit, auf Geheiß Allahs (Gottes), seinen eigenen Sohn zu Opfern um seinen Glauben unter Beweis zu stellen. Im letzten Augenblick hielt Allah seinen Gläubigen von der Tat ab. Anstelle des Sohnes opferte der Prophet Ibrahim einen Widder. Die Geschichte wird im Koran in Sure 37,99–113 erzählt. In der Bibel ist es die Erzählung von der Opferung Isaaks (Genesis 22,1–19 EU). Dieser Opferbereitschaft folgend, opfern jedes Jahr Muslime in aller Welt mindesten einmal im Leben ebenfalls ein Tier.

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