Marokko – Gedenken an den „Grünen Marsch“ in die Westsahara

Menschen kamen dem Aufruf von König Hassan II. nach.

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Grünen Marsches
Marokko gedenkt Grünen Marsches - 1975 Marokkaner auf dem Weg in die Westsahara.

Aufruf an das marokkanische Volk mobilisierte 350.000 Menschen zum Marsch in die sog. Westsahara.

Rabat – Am Mittwoch begeht Marokko den 44. Jahrestag des sog. „Grünen Marsches“. Für das nordafrikanische Königreich stellt dieses Ereignis einen wichtiger Baustein im Prozess zur Vervollständigung der territorialen Integrität da. Am 6. November eines jeden Jahres erinnert sich das Land daran, wie mehr als 350.000 Bürger aus dem ganzen Königreich zusammen kamen, auf gewaltlose Weise in Richtung Süden reisten und die als unnatürlich empfundenen Grenzen zu der als marokkanische Sahara oder international als Westsahara bezeichnen Region überquerten. Marokko und Mauretanien übernahmen ein lange beanspruchtes Gebiet von der abziehenden Kolonialmacht Spanien. Später verzichtete Mauretanien auf den ihrerseits eingenommen Teil und Marokko übernahm die Kontrolle vollständig.

Menschen kamen dem Aufruf von König Hassan II. nach.

Die Marokkaner, die sich auf den „Grünen Marsch“ machten und dabei Flaggen in grüner und roter Farbe trugen (beide Nationalfarben Marokkos) kamen einem Aufruf des inzwischen seit 20 Jahren verstorbenen Königs Hassan II. nach. Bis heute feiert die marokkanische Monarchie die Ereignisse des Jahres 1975, als einen von vielen Beweisen für die Treue und enge Verbundenheit zwischen dem Thron und dem Volk.

Der Aufruf vom 16. Oktober 1975 von König Hassan II. erfolgte, nachdem der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag bestätigt hatte, dass zwischen den Sultanen Marokkos und den Stämmen der Saharaui Rechtsbeziehungen und Treuepflichten bestanden haben. Aus Sicht Marokkos eine klare Bestätigung, dass es sich bei der Sahara, nie um ein „terra nullius“ (Niemandsland) gehandelt hat, und dass es ein „rechtliches Treueverhältnis“ zwischen diesem Gebiet und dem Königreich Marokko gab und gibt. Für Marokko eine Legitimierung  der Forderungen nach Wiederherstellung seines historischen Staatsgebiets inkl. der heute auch als südlichen Provinzen bezeichneten Gebieten.

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