Marokko – Gedenktag an den Kampf für Unabhängigkeit.

Kampf gegen Besatzung vor allem durch Frankreich

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Feierlichkeiten zu „Revolution des Königs und des Volkes“ am 20. August

Rabat – In jedem Jahr am 20. August gedenkt man im Königreich Marokko dem Widerstand des Volkes und der Monarchie gegen den Kolonialismus unter Frankreich und Spanien, unter dem Titel „Revolution des Königs und des Volkes“.

Am 20. August 1953 zwangen die französischen Kolonialbehörden (Protektorat) den späteren König Mohammed V. und damaligen Sultan sowie die gesamte königliche Familie ins Exil.

Zunächst verbannte man sie nach Korsika und ab 1954 dann nach Madagaskar. Ziel der französischen Kolonialbehörde war es, den aufkeimenden Drang nach Unabhängigkeit zu unterdrücken, in dem man das Staatsoberhaupt, das sich politisch an die Spitze der Unabhängigkeitsbewegung setzte, aus dem Land brachte. Nach marokkanischer Geschichtsschreibung lehnte sich das marokkanische Volk gegen die Verbannung ihres Monarchen auf, forderten die Rückkehr der königlichen Familie und die Unabhängigkeit ihres Landes von den Franzosen.

Frankreich holt Sultan Mohammed V. zurück.

Frankreich sah sich gezwungen Mohammed V. zurückzuholen und 1955 erneut zu inthronisieren. Bis heute feiert Marokko den 20. August als Beginn der Revolution für die Unabhängigkeit. Die Ereignisse in der Kolonialzeit werden seitdem als Belegt für eine enge Verbundenheit zwischen Königshaus und marokkanischem Volk gewertet. Eine wichtige Grundlage für die Legitimation der Monarchie.

Marokko erlangte schließlich 1956 seine Unabhängigkeit. König Mohammed V. regierte bis 1961. Es folgte auf ihn König Hassan II. und nun König Mohammed VI., der die lange Linie der Alawiden fortführt.

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