Marokko – Hilfsgüter für Libanon angekündigt.

Militärflugzeuge mit Feld-Krankenhäuser nach Beirut entsandt.

1925
Feldkrankenhäuser
Quelle MAP: Marokkanisches Militär (FAR) bereitet Feldkrankenhäuser für den Transport vor.

Marokkanische Streitkräfte kündigen vier zivile und vier militärische Flugzeuge mit Hilfsgüter für Beirut an.

Update: Regierung bestätigt Hilfsflüge auf Anweisung durch König Mohammed VI. (Stand 6. August 2020 – 17:00 Uhr MESZ)

Rabat – Von Seiten der Regierung gibt es noch keine offizielle Bestätigung (Anm. des Autors – mit Stand 17:00 Uhr MESZ bestätigt Marokko per Pressemeldung die Aktion). Doch auf der inoffiziellen Facebookseite der marokkanischen Streitkräfte wurden Flugzeuge mit Hilfsgütern von Marokko nach Libanon angekündigt. Dabei nutzt man vor allem Flugzeuge der marokkanischen Fluggesellschaft Royal Air Maroc. Insgesamt sollen vier Flugzeuge mit Hilfsgütern und Personal in die libanesische Hauptstadt Beirut fliegen, darunter zwei Boing Dreamline des Typs 787 bzw. 787-9. Das sind die größten Flugzeuge, die die staatliche Fluggesellschaft in ihrer Flotte einsetzt. Die zivilen Flugzeuge sollen auch eine Art Luftbrücke aufbauen

Libanon
Quelle FAR – Luftbrücke und Hilfsgüter für Beirut angekündigt.

Militärflugzeuge mit Feld-Krankenhäuser nach Beirut entsandt.

Ebenfalls teilt das marokkanische Militär mit, dass König Mohammed VI. seine „hohe Anweisung“ gegeben hat, medizinisches Gerät sowie mindesten ein vollständiges Feldkrankenhaus in den Libanon zu entsenden. Insgesamt sollen vier militärische Transportmaschinen des Typs C130 nach Beirut starten. Insgesamt sollen 295 Tonnen an Nahrungsmittel, ca. 10 Tonnen an Medikamenten, weitere 10 Tonnen an medizinischen Geräten sowie ca. 11 Tonnen an medizinisches Material, dass auch im Kampf gegen COVID-19 eingesetzt werden kann, in den Libanon gebracht werden.

Alle Flugzeuge starten noch heute.

Die zivilen Flugzeuge starten heute ab 15:30 Uhr Ortszeit. Die weiteren Militärmaschinen sollen ebenfalls noch heute die Hilfsgüter und das Feldkrankenhaus transportieren. Zahlreiche Länder der islamischen Welt, des Maghreb und Europas haben Material und Personal nach Beirut entsandt, nach dem am vergangenen Dienstag zwei aufeinander folgende Explosionen den größten Hafen des Landes und die umliegenden Stadtteile zerstört haben. Am heutigen Vormittag machte sich der französische Präsident Macron persönlich ein Bild von der Lage in Beirut und sagte zu, die Hilfe aufzustocken und mit den Staaten der EU zu koordinieren. Der libanesische Präsident Aoun bedankte sich für die große Anteilnahme und die angekündigte Hilfe der internationalen Gemeinschaft und bat zugleich um Eile.

Empfohlener Artikel