Marokko – „Hirak“ – Aktivisten stehen wieder vor Gericht.

Verteidigerteam sieht nur geringe Chancen.

Nasser Zefzafi
Nasser Zefzafi weiterhin vor Gericht in Casablanca

Das Berufungsverfahren für die „Hirak“ – Aktivisten um Nasser Zefzafi hat am Mittwoch begonnen.

Casablanca – Rund fünf Monate nach ihrer Verurteilung, zu bis zu 20 Jahren Gefängnis, stehen die „Hirak“ – Aktivisten, darunter auch Nasser Zefzafi, wieder vor Gericht. Dieses Mal wird vor dem Berufungsgericht von Casablanca verhandelt. Insbesondere die fünf Hauptangeklagten, die auch die genannte langjährige Haftstrafe erhielten, hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt.

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Nasser Zefzafi und seine Mitstreiter seit Mai 2017 in Haft.

Insgesamt 53 Mitglieder der Bewegung wurden im vergangenen Juni verurteilt. Alle waren zwischen Mai und Juni 2017 von der Polizei wegen ihrer Rollen und Aktivitäten während der Unruhen in Al Hoceima und im Rif verhaftet worden. In der Zwischenzeit wurden 11 der Aktivisten von König Mohammed VI. im vergangenen August, anlässlich des Eid Al Adha, begnadigt.

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Verteidigerteam sieht nur geringe Chancen.

„Ich schwöre, den „Hirak“ nicht zu verraten, es lebe die Heimat“, sagten die Angeklagten und ihre Angehörigen am Mittwoch bei der ersten Anhörung. Auf Nachfrage durch die Nachrichtenagentur AFP sagte Mohamed Aït Bennacer, einer ihrer Anwälte, er sei „pessimistisch“, wenn es um die Chance auf ein revidiertes Urteil geht und er bedaure den „Mangel an positiven Signalen“ durch die Justiz. Tatsächlich riskieren die Angeklagten auch ein deutlich härteres Urteil.

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