Marokko – Journalistin Raissouni bleibt in Haft.

Gericht sieht keine Grundlagen für eine vorläufige Freilassung

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Raissaouni
Journalistin Hajar Raissouni

Gericht lehnt Antrag auf vorläufige Freilassung ab.

Rabat – Am heutigen 19. September lehnte die Strafkammer des Gerichts von Rabat, dass die Anklage gegen die Journalistin Hajar Raissouni in erster Instanz verhandelt, den Antrag ihrer Verteidiger auf vorläufige Freilassung, ab. Die für die Tageszeitung Akhbar Al Yaoum (Nachrichten des Tages) und für die Onlinevariante Al Yaoum24 tätige 28-jährige Journalistin wird, gemeinsam mit ihrem Lebenspartner (Verlobten), wegen „illegaler Abtreibung“ und „sexueller Beziehungen außerhalb der Ehe“ angeklagt. Sie und ihr Partner wurden gemeinsam mit einem Gynäkologen und seinen Mitarbeiterinnen am 31. August 2019 verhaftet. Alle Beschuldigten weisen die Anschuldigungen zurück.

Gericht sieht keine Grundlagen für eine vorläufige Freilassung

Zur Begründung dieser Entscheidung verwies das Gericht auf die Schwere der Anklage gegen die junge Frau und vertrat die Auffassung, dass die Bürgschaften für ihre mögliche Freilassung, laut TelQuel Arabi, unzureichend seien.

Die nächste Anhörung der Journalisten ist für den 23. September 2019 vorgesehen. Für die Verbrechen, die ihr vorgeworfen werden, droht Hajar Raissouni, im Falle einer Verurteilung, bis zu zwei Jahre Gefängnis.

Marokko – Journalistin wegen „illegaler Abtreibung“ angeklagt.

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