Marokko – Klimaschutzindex führt Marokko unter den TOP 10 Ländern

Kein Land auf den ersten drei Plätzen eingeordnet.

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Climate Change Performance Index (CCPI) veröffentlicht neues Ranking und kritisiert weltweite Klimapolitik.

Bonn – Im zeitlichen Zusammenhang der Weltklimakonferenz der COP27 in Ägypten wurde am vergangenen Montag, 14. November 2022, der sog. Climate Change Performance Index (CCPI) veröffentlicht. In diesem Index werden die Bemühungen von ca. 60 Ländern im Kampf gegen die globale Erwärmung bewertet und in einem Ranking dargestellt.

Die Umweltorganisation Germanwatch hat den Climate Change Performance Index (CCPI) in Zusammenarbeit mit dem New Climate Institute und dem Climate Action Network, einer Gruppe von NGOs, erarbeitet. Rund 450 internationale Experten haben an der Erstellung des Indexes mitgewirkt.

Im Ranking der 63 Ländern wird das nordafrikanische Königreich Marokko auf Platz 7 mit einem Punktestand von 67,44 von 100, und damit einen Platz besser als zuvor, gelistet. Damit gehört das Land in diesem Jahr zu den Top 10 des CCPI – Rankings. Marokko liegt damit vor Länder wie Norwegen (10.), das Vereinigte Königreich Großbritannien (11.), Deutschland (16.), Spanien (23.), Frankreich (28.) oder das Nachbarland Algerien (48) (zu Tunesien gab es keine Angaben).

Kein Land auf den ersten drei Plätzen eingeordnet.

Den Autoren der Benchmarking-Studie zufolge gebe es kein Land, dessen Klimapolitik ehrgeizig genug sei, um die globale Erwärmung auf +1,5 °C zu beschränken, weshalb die ersten drei Plätze in der CCPI-Rangliste wie üblich unbesetzt blieben.

Bei der Bewertung werden vier Hauptkriterien berücksichtigt: Klimapolitik, Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien. Obwohl das Land bei den ersten beiden Kriterien sehr gut abgeschnitten hat, geben die Autoren weiter Hinweise.

„Marokko sollte sich bei den anderen Indikatoren verbessern, v. a. wenn es den positiven Trend beibehalten will“, so die CCPI-Experten, da es dem Königreich ihrer Meinung nach an dem Willen fehle, erneuerbare Energien zu dezentralisieren und die Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, ggf. ihre eigene erneuerbare Energie zu erzeugen.

Dennoch begrüßten die CCPI-Experten die positiven Veränderungen, mit denen das Land in den letzten Jahren begonnen habe, kritisierten jedoch die derzeitige Gesetzgebung „wegen ihrer mangelnden Umsetzung der Rechtsvorschriften bzw. der fehlenden Unterstützung für den Sektor“.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

Marokko – Gesetzentwurf zu erneuerbaren Energien und Regulierung des Stromsektors verabschiedet.

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