Marokko – König dankt algerischem Staatspräsidenten für seine Stimme bei der FIFA Wahl.

Gemeinsame Bewerbung des Maghrebs für die FIFA WM 2030 nicht ausgeschlossen.

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Botschaft
König Mohammed VI. von Marokko - Präsident Abdelaziz Bouteflika von Algerien

König Mohammed VI. dankt dem algerischen Staatspräsident für seine Unterstützung bei der FIFA WM Wahl 2026.

Rabat – König Mohammed VI. hat sich mit einer persönlichen Botschaft an den algerischen Staatspräsidenten Abdelaziz Bouteflika gewendet. In den letzten Monaten hatte Algerien sich für Marokko, als Austragungsort der FIFA WM 2026, ausgesprochen und auch entsprechend bei der Wahl am 13. Juni 2018 in Moskau für Marokko gestimmt. In seiner Botschaft hat sich nun König Mohammed VI. für diese Unterstützung und Stimmabgabe beim algerischen Staatspräsidenten bedankt. Dies bestätigte der marokkanische Botschafter in Algier dem algerischen Fernsehen in einem Interview.

Der marokkanische Botschafter in Algerien, Abdelkhalek Lahcen, sagte in dem Interview, mit dem algerischen Fernsehsender El Bilad, dass der Brief des Königs „die edle Initiative Algeriens“ erwähne. Eine Initiative, die „die Prinzipien seiner Exzellenz, des Präsidenten Abdelaziz Bouteflika, begleitet von Großmut, Ehrlichkeit und Loyalität, widerspiegelt“.

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Marokko verärgert über das Verhalten zahlreicher afrikanischer und arabischer Staaten.

Am 13. Juni 2018 entschieden sich die FIFA – Delegierten in Moskau gegen die Bewerbung Marokkos, als Austragungsort der FIFA WM 2026. Stattdessen gewann deutlich die gemeinsame Bewerbung von Kanada, Mexiko und den USA. Für Marokko stimmten lediglich 65 Fußballverbände. Für die Nord- und Mittelamerikaner stimmten 134 Fußballverbände. Der marokkanische Fußballverband wurde von dem Abstimmungsverhalten zahlreicher afrikanischer und arabischer Länder überrascht. Afrika stimmte bis auf 11 Länder für Marokko. Unter den 11 „Gegenstimmen“ waren teilweise nicht unerwartet Südafrika, Guinea, Liberia, Benin, Sierra Leone, Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Kap Verde und Simbabwe. Für Verärgerung sorgte das Abstimmungsverhalten der Länder Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate. Länder die teils als enge Verbündete Marokkos gelten. Umso positiver wurde die frühe Unterstützung Algeriens und Frankreichs wahrgenommen. Eine Unterstützung, die man sich von den übrigen muslimischen Staaten gewünscht hätte.

FIFA WM
Auslosung in Moskau zur FIFA WM 2018

Gemeinsame Bewerbung des Maghrebs für die FIFA WM 2030 nicht ausgeschlossen.

Kaum war die Abstimmung in Moskau für Marokko verloren, wies König Mohammed VI. den marokkanischen Fußballverband an, die erneute Bewerbung für das Jahr 2030 anzugehen. In dem Interview ging der marokkanische Botschafter auf die Anregung des algerischen Fußballverbandes ein, die Möglichkeit einer gemeinsamen Bewerbung Algeriens und Marokkos für die FIFA WM 2030 zu prüfen. Auf die Frage nach einer gemeinsamen Bewerbung der Maghreb – Staaten (Algerien, Marokko und Tunesien) sagte Botschafter Lahcen, dass Marokko eine solche Initiative seiner Nachbarländer begrüßen würde. Obwohl die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern seit Jahrzehnten angespannt sind, scheint sich hier eine Chance zu bieten. Botschafter Lahcen fügte hinzu: „Seine Majestät hat darauf hingewiesen, dass er mit Präsident Bouteflika zusammenarbeiten würde, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in allen Bereichen weiter zu stärken und mehr Zusammenarbeit und Kooperation zwischen ihnen zu fördern“.

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