Marokko – König Mohammed VI. 6. einflussreichste Muslim 2021

Marokkanische König steigt im Ranking um zwei Plätze.

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Muslim
„Royal Islamic Strategic Studies Center“ Muslim 500 des Jahres 2021

Türkischer Präsident wird von der königlichen Akademie Jordanien zu der einflussreichsten muslimischen Persönlichkeit bestimmt.

Amman – Das alljährliche „Muslim 500″ Ranking erscheint in diesen Tagen und listet die einflussreichsten Muslime der Welt auf. Jedes Jahr veröffentlicht die in Amman, Jordanien, ansässige „Royal Islamic Strategic Studies Center“ ihre Liste der wichtigsten Persönlichkeiten in der muslimischen Welt. Das diesjährige Ranking nennt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der im Ranking 2020 noch auf Platz sechs geführt wurde, als einflussreichsten Muslime der Welt.

Erdogan
Präsident der Türkei Recep Tayyip Erdogan

Marokkanische König steigt im Ranking um zwei Plätze.

Der marokkanische König Mohammed VI. wird in diesem Jahr auf Platz sechs geführt und steigt damit im Vergleich zum 2020 Ranking um zwei Plätze. Der marokkanische Monarch besitzt in seinem Land eine, im Vergleich zu fast allen Staatsoberhäuptern, nahezu uneingeschränkte Machtfülle. Er hat auch den Titel „Amir El Mouminin“ (Anführer der Gläubigen) und ist daher sowohl weltlicher Anführer wie auch höchste geistliche Instanz. Das „Muslim 500″ Ranking verwies auf die direkte Abstammung von König Mohammed VI. vom Propheten Mohammed und die fast vierhundertjährige Herrschaft seiner Familie in Marokko als Gründe für seine Platzierung. Marokkos Alouyiten-Dynastie regiert das Land seit 1641 und sieht seine Regentschaft als Fortführung der Aufklärung, Kultur und in der Tradition des Goldenen Zeitalters von Al Andalus.

König
Quelle MAP – König Mohammed VI. und Thronfolger Moulay El Hassan

Das Ranking bewertete auch den Einfluss des Königs auf die Förderung der wichtigen Rolle der Frauen in Bildung und Forschung und der marokkanischen Gesellschaft im Allgemeinen. Die jordanische Organisation, die das jährliche Ranking veröffentlicht, hob auch den Einfluss von König Mohammed VI. auf das Maliki-Netzwerk durch die älteste Universität der Welt – Al Qarawiyyin – in Fez hervor.

In der Top-500-Rangliste der einflussreichen Muslime waren einige der berühmtesten Führer des Nahen Ostens vertreten. Der saudische König Salman belegte den zweiten Platz, gefolgt von Irans Ayatollah Ali Khamenei, König Abdullah II. von Jordanien sowie dem pakistanischen Gelehrten Muhammad Taqi Usmani.

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