Marokko – König zeichnet Siegerinnen des Alphabetisierungsprogramms für Erwachsene aus.

Programm zur Bekämpfung des Analphabetismus seit 2000 aktiv.

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Alphabetisierungsprogramms
Quelle MAP - König zeichnet Siegerinnen des Alphabetisierungsprogramms 2018 aus.

Über drei Millionen Erwachsene lernten seit dem Jahr 2000 Lesen und Schreiben in Moscheen und Kultureinrichtungen.

Casablanca – Seine Majestät König Mohammed VI. hat am vergangenen Freitag den Mohammed VI. Preis an die Siegerinnen des Programms zur Bekämpfung des Analphabetismus in Moscheen für das Jahr 2017-2018 verliehen. Als Beste des vergangenen Jahrgangs wurden ausgezeichnet: Fatema Laâdam (Salé), Yamna Abjaou (Tantan), Mina Esskouri (Nouaceur), Hayat Sennoun (Oujda) und El Hassania Mennouna (Zagora). Es ist kein Zufall, dass alle Preise an Frauen gingen, da sie die größte Gruppe der Erwachsenen darstellen, die in den Moscheen am Alphabetisierungsprogramm teilnehmen.

Ministerium für islamische Angelegenheiten und Traditionen nennt Zahlen zum Alphabetisierungsprogramm.

Bei dieser Gelegenheit hat sich der Minister für islamische Angelegenheiten und Traditionen, Herr Ahmed Toufiq, an den König gewandt und betonte, dass das Programm zur Bekämpfung des Analphabetismus in Moscheen seit seinem Start im Jahr 2000 mehr als drei Millionen Menschen zugute gekommen sei.

Herr Toufiq wies auch darauf hin, dass der vom Ministerium für den Zeitraum 2017-2021 erstellte Plan darauf abzielt, die Zahl der Begünstigten auf 4,5 Millionen Menschen bzw. 1,5 Millionen zusätzliche Begünstigte zu erhöhen. Das Ministerium stellte ferner fest, dass im Schuljahr 2017-2018 mehr als 316.000 Menschen eingeschrieben waren. Das ist eine Zielerfüllung von 105%. Insgesamt sind in das Programm 7.000 Moscheen mit 8.000 Lehrern, 1.000 Koordinatoren und 400 pädagogische Beratern eingebunden. Das Programm soll ausgeweitet werden und auch weiterführende Ausbildungs- und Resozialisierungsangebote für bis zu 300.000 zusätzliche Menschen ermöglichen. Darunter auch ehemalige Straftäter, die aus der Haft entlassen wurden.

Programm zur Bekämpfung des Analphabetismus seit 2000 aktiv.

Das Nationale Programm zur Bekämpfung des Analphabetismus in Moscheen wurde auf Initiative von König Mohammed VI. gestartet. In der Rede des Monarchen zum 47. Jahrestages der „Revolution des Königs und des Volkes (20. August 2000)“ forderte er dazu auf, dass „die Moscheen offen bleiben, um Alphabetisierungs-, Religions-, Bürger- und Gesundheitskurse nach einem genau definierten Prozess anzubieten“.

In einer Erklärung des Ministeriums, die über die marokkanische – staatliche Nachrichtenagentur MAP verbreitet wurde, heißt es unter anderem: „Das Programm gilt exemplarisch als Beleg für das besondere Augenmerk des Königs für die soziale Entwicklung der Bürgerinnen und Bürger. Zugleich stärkt es die Position der Moscheen, als Ort der spirituellen und sozialen Orientierung der Menschen im Königreich sowie ihrer Rolle beim Aufbau einer demokratischen, modernen, offenen Gesellschaft, die auf der Ablehnung von Ausgrenzung und Diskriminierung gründet, dem Kampf gegen Armut und Unwissenheit annimmt.“

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