Marokko – Königreich sichert sich russischen COVID-19 Impfstoff.

Kooperation mit China läuft weiter.

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Quelle MAP - Unterzeichnung einer Absichtserklärung zum Erwerb eines COVID-19 Impfstoffs.

Gesundheitsminister unterzeichnet Absichtserklärung gegenüber R-Pharma und sichert Marokko Zugriff auf COVID-19 Impfstoff.

Rabat – Der marokkanische Gesundheitsminister Khalid Ait Taleb unterzeichnete am heutigen Freitag eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding (MoU)) über den Kauf eines COVID-19 Impfstoffs vom russischen Pharmakonzern R-Pharm. R-Pharm unterzeichnete zuvor im Juli einen Lizenzvertrag mit dem britischen Unternehmen AstraZeneca zur Herstellung und Verteilung eines sich in der finalen Entwicklung befindlichen COVID-19 Impfstoffs. Nach Angaben der marokkanischen staatlichen Nachrichtenagentur MAP unterzeichnete der marokkanische Minister die Absichtserklärung in einer Videokonferenz mit dem Generaldirektor von R-Pharma, Wassili Ignatiev, und dem Vizepräsidenten von AstraZeneca, Alec Van Gelder. Marokko will sich im Rennen, um eine ausreichende Versorgung mit Impfstoffdosen, frühzeitig positionieren und mehrere Bezugsquellen sichern. Mediziner gehen davon aus, dass verschiedene Impfstoffarten benötigt werden, die auch von verschiedenen Herstellern aktuell entwickelt und erprobt werden.

Unterzeichnung der Absichtserklärung im Beisein zahlreicher Minister.

Die Unterzeichnung des Abkommens fand am Sitz des Wirtschafts- und Finanzministeriums statt. Innenminister Abdelouafi Laftit nahm zusammen mit anderen marokkanischen hochrangigen Beamten, darunter der marokkanische Außenminister Nasser Bourita und Finanzminister Mohamed Benchaaboun, an der Videokonferenz teil.

Kooperation mit China läuft weiter.

Das nordafrikanische Land unterzeichnete bereits im August eine Vereinbarung mit der China National Biotec Group Limited (CNBG), die ebenfalls einen Impfstoff entwickelt und schon am Menschen erprobt. Hier beteiligt sich Marokko an den klinischen Studien und testet einen möglichen Impfstoff an freiwilligen Probanden. Der chinesische Partner hat bereits angeboten, im Erfolgsfall eine Produktionsstätte in Marokko zu errichten und dem Königreich auch eine Produktionslizenz anzubieten, um für den afrikanischen, aber auch europäischen Markt Impfdosen herstellen zu können. Über den bisherigen Verlauf der klinischen Studie wurde noch nichts bekanntgegeben.

Marokko – Kooperation mit China bei COVID-19 Impfstoffen

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