Marokko – Latifa Ibn Ziaten mögliche Kandidatin für den Friedensnobelpreis.

Christliche Vereinigung und Initiative setzt sich für Nominierung ein.

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Ibn Ziaten
Quelle: Twitter - Latifa Ibn Ziaten mögliche Kandidatin für den Friedensnobelpreis.

Franco – Marokkanerin und Mutter eines Terroropfers in Frankreich kämpft gegen Hass und Gewalt.

Paris – Die Franco – Marokkanerin Latifa Ibn Ziaten ist die Mutter des ersten Opfers des radikal – islamischen Terroristen Mohammed Merrah, dem Attentäter von Toulous. Imad Ibn Ziaten, der Sohn von Latifa Ibn Ziaten, starb 2012 als einer von drei Soldaten inmitten Frankreichs und ist eines von insgesamt sieben Opfern des Attentäters.

Seit diesem traumatischen Ereignis reist die heute 57 jährige Mutter durch Frankreich und viele weitere Länder, um gegen religiös motivierten Hass anzukämpfen. Die Franco – Marokkanerin ist mittlerweile ein Symbol für den Kampf gegen Radikalismus und Gewalt. Unermüdlich reist sie durch das Land, spricht in den Medien und besucht Jugendliche und junge Männer. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie die Menschen in der U-Bahn, in Schulen oder im Gefängnis ansprechen muss. Überall dort versucht sie die jungen Menschen vor den Fallen der radikal – islamistischen Menschenfänger zu warnen.

Christliche Vereinigung und Initiative setzt sich für Nominierung ein.

Der Vorschlag die Mulima Latifa Ibn Ziaten zur Kandidatin für den Friedensnobelpreis zu nominieren, stammt von der Lyon Association L‘ hospitalité d‘ Abraham (Vereinigung der Gäste Abrahams) unter dem Vorsitz des katholischen Paters Christian Delorme. Pater Delorme setzt sich ebenfalls seit Jahren für den inter – religiösen Dialog ein und ist auch Träger des Brüderschaftspreises. Für ihn ist Frau Ziaten eine mehr als geeignet Kandidatin für den Friedensnobelpreis 2018.

Begründung der Nominierung

Die Vereinigung begründet ihre Wahl und unterstützt wie folgt: „Latifa Ibn Ziaten verkörpert friedlich und brüderlich eines der neuen Gesichter Europas, ein pluralistisches, multiethnisches und multireligiöses Europa. Sie zeugt davon, dass man ein vollwertiger Bürger eines europäischen Landes sein kann, und ganz und gar die Tochter seiner Einwanderer, sowohl dem säkularen Charakter der Französischen Republik und der europäischen demokratischen Institutionen verbunden zu sein, wie dem muslimischen Glauben“.

Latifa Ibn Ziaten bereits 2015 mit den „Chirac Foundation for Conflic Prevention“ Preis geehrt.

Die Franco – Marokkanerin wurde für ihr Engagement bereits 2015 mit dem Chirac Preis für Konfliktvorbeugung (Chirac Stiftung für Konfliktprävention) ausgezeichnet. Das Magazin Marie Claire ist sich sicher, „Latifa Ibn Ziaten ist zweifellos eine wichtige Akteurin des Friedens in der heutigen französischen Gesellschaft. In einem Land, in dem großes wirtschaftliches Ungleichgewicht und Unwissenheit die Menschen in Schwierigkeiten von denjenigen trennen, die vom wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt profitieren; in dem sich die Menschen von Einwanderern aus dem ehemaligen französischen Kolonialreich diskriminiert und zurückgewiesen fühlen“. Die Nominierung wird durch Post bei Twitter unterstützt.

Der Friedensnobelpreis wird jedes Jahr am 10. Dezember in Oslo verliehen.

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