Marokko – Lieferung von BioNTech Impfstoff vereinbart.

BioNTech COVID-19 Impfstoff vor der Zulassung in Marokko

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BioNTech
Quelle BioNTech Deutschland - COVID-19 mRNA Impfstoff von BioNTech und Pfizer

Erster mRNA COVID-19 Impfstoff kommt in Marokko zum Einsatz.

Casablanca – Pfizer und BioNTech geben eine Vereinbarung über die Lieferung von Impfstoffen nach Marokko bekannt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung gaben der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer und die deutsche BioNTech über ihre in Casablanca ansässige marokkanische Tochtergesellschaft bekannt, dass sie mit dem marokkanischen Gesundheitsministerium eine Vereinbarung über die Lieferung von COVID-19 mRNA Impfstoffen geschlossen haben. Erste Lieferungen sind noch für das laufende Jahr 2021 geplant.

Erster mRNA COVID-19 Impfstoff für Marokko

Damit erweitert Marokko das Impfstoffangebot, um einen neuen Impfstofftyp. Bisher kamen sog. Vector Impfstoffe zum Einsatz. Darunter der Hauptimpfstoff Sinopharm aus China, der noch in diesem Jahr auch in Marokko produziert werden soll. Darüber hinaus nutzt man in Marokko die Mittel von AtraZeneca und Johnson und Johnson. Auch der russische Impfstoff Sputnik V hat eine marokkanische Zulassung, ist aber praktisch kaum zum Einsatz gekommen. Mit dem in Deutschland entwickelten und gemeinsam mit Pfizer hergestellten COVID-19 Impfstoff von BioNTech kommt nun das erste mRNA Präparat zum Einsatz.

„Wir mobilisieren unsere wissenschaftlichen und produktionstechnischen Ressourcen für unser gemeinsames Ziel, der marokkanischen Bevölkerung den Impfstoff Pfizer BioNTech zur Verfügung zu stellen“, sagte Ali Besri, Regionaldirektor für Nordafrika und CEO der Pfizer SA Laboratories in Marokko mit Sitz in Casablanca.

In der Pressemitteilung heißt es, die Auslieferung sei für 2021 geplant. Es wurden jedoch keine Angaben über die in der Vereinbarung zwischen Pfizer, BioNTech und dem Gesundheitsministerium vereinbarten Menge gemacht.

BioNTech COVID-19 Impfstoff noch nicht zugelassen.

Obwohl der mRNA COVID-19 Impfstoff weltweit einen guten Ruf genießt, besitzt dieser in Marokko noch keine Zulassung. Die „Nationale Beratungskommission für die Zulassung von COVID-19 Impfstoffen“ und die „Direktion für Arzneimittel und Pharmazie des Gesundheitsministeriums“ halten seit Mittwoch Dringlichkeitssitzungen ab, um die Frage der Notfallzulassung des Pfizer-BioNTech-Impfstoffs zu beraten. Dabei prüft man alle vorgelegten Daten und Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit. Anders als bei Sinopharm, der während seiner Entwicklung auch in Marokko in Studien getestet wurde, hat man im Königreich mit mRNA Impfstoffen keine Erfahrungen. Angesichts der guten Ergebnisse dieses Impfstoffs im internationalen Vergleich sollten die zuständigen Behörden die Zulassung für den Notfalleinsatz des Impfstoffs Pfizer BioNTech erteilen, berichtet die Tageszeitung Al Ahdath Al Maghribia in ihrer Ausgabe vom Donnerstag, 5. August 2021.

Hoffnung auf über 1 Mio. Impfdosen noch in diesem Monat.

Obwohl alle Parteien keine konkreten Angaben zum Zulassungszeitpunkt und zum Termin erster Lieferungen gemacht haben, hofft man in Marokko noch in diesem Monat 1,2 Mio. Impfdosen zu erhalten, so die Tageszeitung Al Ahdath Al Maghribia.

Eine baldige Genehmigung soll es Marokko ermöglichen, noch in dieser Woche eine Charge von 1,2 Millionen Dosen des Pfizer BioNTech-Impfstoffs zu erhalten, so die Tageszeitung Al Ahdath Al Maghribia weiter.

Angesichts des rückläufigen Bedarfs in den wohlhabenden Ländern Europas und Nordamerikas öffnen sich die Pharmakonzerne nun für die finanzschwächeren Märkte Afrikas. Das nordafrikanische Königreich Marokko gehört noch zu den Ländern, die bereit und in der Lage sind, einen Preis für gelieferte Impfstoffe zu zahlen. Andere Länder des afrikanischen Kontinents durchlaufen derzeit eine Infektionswelle mit der Coronavirus SARS-COV 2 Delta Mutation und können nur auf Spenden wohlhabender Länder oder aus dem COVAX-Programm der UNO hoffen.

Marokko – Einsatz von BioNTech COVID-19 Impfstoff könnte möglich werden.

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