Marokko – Marrakech will Kinderschutzzentrum bauen.

Projektinvestition bei ca. 37 Mio. MAD

646

Minderjährige in Konflikt- und Krisensituationen sollen besser geschützt werden können. Marrakech will neues Zentrum errichten und veröffentlich Projektausschreibung.

Marrakech – Das regionale Ministerium für Jugend, Kultur und Kommunikation in Marrakech will in den Jugendschutz investieren. Aus der zuständigen Jugendabteilung wurde eine Ausschreibung für die architektonische Gestaltung eines regionalen Zentrums für Kinderschutz veröffentlicht.

Das hervorgehobene Anliegen des Projekts sei der „Schutz von Kindern“, so das Ministerium in der Ausschreibung. Darüber spiele auch die Integration von Kindern und ihre Entwicklung in der Gesellschaft eine wichtige Rolle. Dem Dokument zufolge solle das Zentrum als eine Einrichtung betrachtet werden, in der Kinder die für ihre Entwicklung erforderliche Aufmerksamkeit, Betreuung, Bildung und ähnliches erhalten können. Ziel dieses sozialpädagogischen Projekts, das unter der Schirmherrschaft der Jugendabteilung stehe, sei es, Minderjährigen in Konflikt- oder Krisensituationen einen sicheren Hafen für ihre Integration in die Gesellschaft zu bieten.

Projektinvestition bei ca. 37 Mio. MAD

Für das Projekt wurde ein Budget von 37 Millionen Dirhams MAD bereitgestellt. Wie das Nachrichtenportal Le360 berichtet, soll die geplante Einrichtung eine Aufnahmekapazität für 120 Minderjährige (davon 48 Mädchen, die zuvor im Konflikt mit der Justiz geraten waren), 96 sonstige Kinder (davon wiederum 48 Mädchen).

Die neue Einrichtung soll sozialpädagogische Dienste anbieten können, die zur sozialen Wiedereingliederung von Minderjährigen in Konflikt- bzw. Krisensituationen beitragen. Darüber hinaus erhalten sie eine schulische und berufliche Ausbildung, um ihre Selbständigkeit sowie ihre soziale bzw. wirtschaftliche Wiedereingliederung nach dem Aufenthalt im Zentrum zu erleichtern. Außerdem sollen die sozialen Bindungen der Minderjährigen zu ihren Familien verbessert bzw. ausgebaut werden.

Breites Angebot an Einrichtungen und Ansätzen vorgesehen.

Das Zentrum soll aus einem Empfangsbereich, einem Bereich für die medizinische Versorgung, einem Bereich für die Aufnahme, einem Kantinenbereich und einem Bereich für Bildung und Ausbildung mit Werkstätten und den erforderlichen Unterrichtsräumen bestehen. Geplant seien auch ein Erholungs- und Entspannungsbereich mit einer Bibliothek, einem Computerraum und Sporthallen. Vorgesehen seien noch ein multifunktionaler Sportplatz, ein Bereich für Krafttraining, Gymnastik bzw. Kampfsportarten, ein Gesundheitsparcours sowie ein Spiel- und Entspannungsbereiche.

Vorheriger ArtikelMarokko – Inflation für 2022 mit 6,6% von der HCP ermittelt.
Nächster ArtikelMarokko – EU-Parlament kritisiert mangelnde Medien- u. Pressefreiheit