Marokko – Mit Entsalzungsanlagen gegen Wasserknappheit

Wasserreserven pro Kopf deutlich gesunken.

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Nordafrikanischen Land will bis 2030 weitere 20 Meerentsalzungsanlagen betreiben und setzt auf erneuerbare Energie.

Marrakech – Marokko plant den Bau von 20 Entsalzungsanlagen bis 2030, um der Wasserknappheit entgegenzuwirken, sagte Minister Nizar Baraka, der unter anderem für Wasserwirtschaft zuständig ist.

Diese Entscheidung werde dazu beitragen, Staudammwasser für die Regionen im Landesinneren freizusetzen, sagte er kürzlich auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Wasser in Marrakech und fügte hinzu, dass Marokko derzeit neun Entsalzungsanlagen betreibt.

Hinsichtlich der energie- und kostenintensiven Meerwasserentsalzung sieht sich das Land gut aufgestellt. Marokko kann auf die niedrigen Kosten der erneuerbaren Energien bauen, um diese Entsalzungsanlagen zu betreiben, was der Schlüssel zur Verringerung des Wasserstresses in Marokko sei, so der Minister weiter.

Wasserreserven pro Kopf deutlich gesunken.

Unter dem Einfluss des Klimawandels und des Bevölkerungswachstums ist der Anteil des Wassers pro Person in Marokko von 3500 Kubikmetern im Jahr 1960 auf nur noch 645 Kubikmeter gesunken.

Baraka sagte, sein Ministerium werde auch in die Abwasseraufbereitung investieren, um die Kapazität von derzeit 70 Millionen Kubikmetern auf 1 Milliarde Kubikmeter zu erhöhen.

Auf der gleichen Veranstaltung sagte Industrieminister Ryad Mezzour, dass die Industriezonen mit Kläranlagen ausgestattet werden sollen. Auch die Rückgewinnung von genutztem Wasser ist Teil der Strategie.

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