Marokko – Moderator Rachid Allali verhaftet.

Missachtung der Coronavirus - Eindämmungsmaßnahmen auf Instagram dokumentiert.

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Rachid Show
Quelle Facebook - Moderator Rachid Show Rachid Allali

Ermittlungen wegen des Vorwurfs die Corona – Eindämmungsmaßnahmen missachtet zu haben.

Tanger – Der in Marokko bekannte Showmaster und Moderator Rachid Allali ist nach Angaben des Nachrichtenportals Le360 verhaftet worden. Der Moderator der Rachid-Show, eine Late-Night – Talkshow die jeden Freitag auf dem Fernsehsender 2M ausgestrahlt wird, soll am Mittwoch, dem 19. August 2020, in Tanger verhaftet und zum Verhör ins Polizeipräsidium gebracht worden sein. Der Moderator, der unter anderem auch als Werbebotschafter des Telekommunikationskonzerns Maroc Telecom auftritt, verbringt seinen Urlaub in Tanger und wohnte bisher am Strand von Achakar, 20 km von Tanger entfernt.

Missachtung durch Rachid Allali selbst auf Instagram dokumentiert.

Die Behörden werfen ihm vor, dass er gegen die Vorgaben des Gesundheitsnotstandsgesetzes im Kampf gegen das Coronavirus SARS-COV 2 verstoßen habe. Unter anderem sind die Strände in und rund um Tanger gesperrt. Trotz der Vorschriften soll sich der Moderator am Strand in der Nähe seines Urlaubshotels aufgehalten haben. Dabei soll er auch einen Ausritt gemacht haben, den er mit Fotos dokumentierte. Er veröffentlichte seine Fotos sogar auf seinem offiziellen Instagram-Konto. Er wäre sehr verärgert gewesen, dass man ihm ein Verstoß gegen die Regeln des Gesundheitsnotstands vorwerfen würde, so das Nachrichtenportal Le360.

Rachid Allali
Quelle Instagram – Rachid Allali – Moderator Rachid Show auf 2M TV

Seit dem Wiederaufflammen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus und steigenden Covid-19 Erkrankungen ist das Schwimmen und Sonnenbaden an Stränden in der Region Tanger verboten, um Menschenansammlungen zu unterbinden.

Es drohen Geld- und Haftstrafe

In ganz Marokko gelten seit Ausrufung des Gesundheitsnotstands teils hohe Geldstrafen für Verstöße gegen die Vorschriften der Behörden. So droht eine Geldbuße von 300 bis zu 1.200 marokkanischen Dirham (MAD) z.B. für das Missachten der Maskenpflicht. Für Verstöße gegen Abstandregeln oder Ausgangssperren können den Bürgern auch Haftstrafen zwischen einem und bis zu drei Monaten auferlegt werden. Wer darüber hinaus mit einer bekannten Infektion vorsätzlich z.B. die Quarantäneauflagen verletzt und andere ansteckt kann auch vom allgemeinen Strafrecht verfolgt werden. Solche Verhaltensweisen könnten als Körperverletzung mit bedingtem oder umfänglichem Vorsatz gewertet werden. In besonders schweren Fälle drohen langjährige Haftstrafen, wenn die Körperverletzung eine Todesfolge hat. Gerade Prominente haben sich in Marokko für die Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen und der Maskenpflicht eingesetzt. Sie nutzten ihre Vorbildfunktion um zu sensibilisieren.

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