Marokko – Neue Reisebeschränkungen wegen Coronavirus beschlossen.

Wichtige Verbindung nach Spanien auf dem Seeweg unterbrochen.

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Außenministerium
Marokkanisches Außenministerium in Rabat

Marokko setzt Reisebeschränkungen zu 21 weiteren Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika in Kraft.

Rabat – Am 14. März 2020 ergriffen die marokkanischen Behörden weitere „vorbeugende“ Maßnahmen, gegen die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19). Sie erließen zusätzliche Reisebeschränkungen.

Die marokkanische Regierung beschloss die Ein- und Ausreise von und nach Marokko aus weiteren 21 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika zu stoppen. Die Entscheidung erfolgte nun, nachdem das Land bereits die Einstellung der Flüge von und nach den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Portugal bekannt gegeben hatte.

Laut der Erklärung des marokkanischen Außenministeriums, die über die staatliche Nachrichtenagentur MAP verbreitet wurde, sind nun auch die Flugverbindungen nach Griechenland, der Türkei, der Schweiz, Schweden, Dänemark, Norwegen und Österreich betroffen. Die Einschränkungen griffen noch am 14. März 2020 und sind bis auf weiteres gültig. Es gab keine Angaben zu einer voraussichtlichen Dauer.

Reisebeschränkungen innerhalb Afrikas und Nord- wie Südamerika

Von und nach Nordamerika sind die Flugverbindungen mit Kanada ausgesetzt. In Afrika hat Marokko beschlossen, die Flüge mit Ägypten, Niger, Mali, Tschad, Mauretanien und Senegal auszusetzen. Marokko hat ebenfalls beschlossen, die Flüge von und nach den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman, Jordanien, Libanon, und Bahrain auszusetzen. Nach Südamerika gibt es derzeit keine Reisemöglichkeiten nach Brasilien.

Abstimmung mit den genannten Ländern.

Die Reisebeschränkungen wurden in Absprache mit den Staats- und Regierungschefs der genannten Länder getroffen und seien Teil der vorbeugenden Maßnahmen Marokkos, um die Verbreitung des Coronavirus im Land zu verhindern, so die Regierung in ihrer Erklärung weiter.

Marokko hatte zuvor Flüge mit Italien, Frankreich, Spanien, Algerien, den Niederlanden, Deutschland, Belgien und Portugal ausgesetzt. Unmittelbar nach Ausbruch der Seuche in Asien unterbrach Marokko die Flugverbindungen nach China, dem Herkunftsland des Coronavirus COVID-19.

Wichtige Verbindung nach Spanien auf dem Seeweg unterbrochen.

Von den Reisebeschränkungen sind vor allem Passagiere betroffen. Der Güterverkehr läuft aber zumeist weiter. Spanien, als wichtigstes Nachbarland Marokkos, gilt inzwischen als Hochrisiko-Region. Nach einer mehr als siebenstündigen Kabinettssitzung, unter der Führung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, hat Spaniens Regierung gestern den „Alarmzustand“ (Notstand) ausgerufen. Die Menschen sollen das öffentliche Leben einschränken, nur noch zur Arbeit fahren dürfen oder von zuhause aus arbeiten sowie nur noch lebensnotwendige Besorgungen tätigen. Derzeit berichten Medien von über 6.000 Infektionen mit dem Coronavirus COVID-19 und 190 Todesopfern in Spanien.

Zwischen Marokko und Spanien sind derzeit nicht nur die Flugverbindungen unterbrochen, sondern für Privatpersonen auch die Fährverbindungen.

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