Marokko – Neuer Satellit erfolgreich im Weltall ausgesetzt.

Marokko investiert ca. 500 Mio. Euro in zwei Beobachtungssatelliten.

Satellit
Marokkanischer Satellit Mohammed VI. - B

Marokkos zweiter Beobachtungssatellit erfolgreich auf seiner Umlaufbahn ausgesetzt.

Rabat – In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (21. November. 2018) hat Marokko erfolgreich seinen zweiten Beobachtungssatelliten im Weltall aussetzen können. Nach einem perfekten Start und einer störungsfreien Flugphase wurde der Satellit erfolgreich auf seiner geplanten Umlaufbahn ausgesetzt. Die marokkanische Bodenstation in Rabat übernahm unmittelbar die Kontrolle. Der Satellit mit dem Nahmen Mohammed VI. – B vervollständigt das neue Beobachtungssystem Marokkos. Bereits im Vorjahr hatte das nordafrikanische Königreich einen Beobachtungssatelliten in den Orbit schießen lassen. Der Satellit Mohammed VI. – A lässt sich mit dem neuen künstlichen Erdtrabanten vernetzten bzw. synchronisieren. Durch die beiden Satelliten kann Marokko sein Hoheitsgebiet nahezu vollständig und in Echtzeit überwachen.

Start vom Weltraumbahnhof Kourou.

Der Start dieses zweiten Satelliten erfolgte planmäßig um 2:42 Uhr marokkanische Zeit vom Europäischen Raumfahrtbahnhof Kourou, in Französische – Guyana. Der gesamte Flug wurde von Arianespace durchgeführt. Das Aussetzen des Satelliten dauerte etwas mehr als eine Stunde und lief ohne Zwischenfall ab. Als Trägerrakete kam das sog. VEGA System zum Einsatz. Interessierte Zuschauer hatten die Möglichkeit eine Live – Übertragung auf der YouTube-Seite von Arianespace zu verfolgen (Link zur Aufzeichnung finden Sie am Ende des Artikels).

Marokkos zweiter Satellit soll der Erdbeobachtung dienen.

Der erste Satellit wurde am 7. November 2018 im Weltall ausgesetzt. Beide Satelliten sind aufeinander abgestimmt und bilden ein vernetztes System. „Der Satellit Mohammed VI. – B wird hauptsächlich für die Kartierung und Vermessung, die landwirtschaftliche Überwachung, der Verhütung und Bewältigung von Naturkatastrophen, der Überwachung von Umweltveränderungen und Wüstenbildung sowie für die Grenz- und Küstenüberwachung eingesetzt“, so die offizielle Erklärung des Königreiches.

Der Sprecher der marokkanischen Delegation, Karim Tajmouati, die den Start vor Ort beobachtet hat, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen. Der erfolgreiche Start des Satelliten sei erneut, nach dem Start Afrikas erstem Hochgeschwindigkeitszugs Al Boraq, ein gutes Beispiel für die enge und exzellente Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Marokko.

Delegation
Chef der marokkanischen Delegation Karim Tajmouati

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Marokko investiert ca. 500 Mio. Euro.

Gebaut wurden beide Satelliten vom europäischen Raumfahrt- und Rüstungskonzern Airbus Defense & Space und dem französisch-italienischen Raumfahrtunternehmen Thales Alenia. Beide Satelliten sollen Marokko ca. 500 Millionen Euro gekostet haben. Das nordafrikanische Königreich ist erst das dritte Land auf dem afrikanischen Kontinent, das über Kapazitäten im Weltraum verfügt. Neben Marokko haben nur Ägypten und Südafrika Satelliten im Weltraum stationiert.

Video hier:https://youtu.be/x5o4nu6XSKs

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