Marokko – Polizei beschlagnahmt rund 5 Tonnen Drogen.

Ermittlungen werden ausgeweitet.

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Drogen
Quelle DGSN - Drogenfund durch die Sicherheitsdienste

Hinweise des Geheimdiensts führen zur Entdeckung von Drogen in Mohammedia.

Rabat – Sondereinheiten der Kriminalpolizei von Casablanca haben am vergangenen Freitag einen Schlag gegen Drogenschmuggler durchgeführt. Auf Basis von Informationen des DGST (Auslandsgeheimdienst) habe man die Ausfuhr von 4.967 KG (rund fünf Tonnen) vornehmlich Cannabisharz unterbunden. In einem Kommuniqué erklärt die Generaldirektion für Nationale Sicherheit (DGSN), dass diese großen Mengen an „Chira“ nach einer Observierungs- und Abhöraktion am Eingang der Stadt Mohammedia beschlagnahmt wurden, bei der ein Nutzfahrzeug abgefangen und sein Fahrer, der für den Transport der beschlagnahmten Drogen zuständig war, angehalten wurde.

Ermittlungen werden ausgeweitet.

Der Fahrer wurde für die unter Aufsicht der zuständigen Staatsanwaltschaft durchgeführten Ermittlungen in Gewahrsam genommen, um alle an diesem „kriminellen Netzwerk beteiligten“ Personen zu identifizieren und seine Verzweigungen auf nationaler und internationaler Ebene zu bestimmen, fügte die Erklärung hinzu.

Immer wieder melden die Behörden teils sehr große Drogenfunde, die meist für den Schmuggel in Richtung Europa gedacht sind. In Marokko werden große Teile der weltweiten Produktionsmenge von sog. weichen Drogen hergestellt. Hier vor allem Cannabis. Nach dem Weltdrogenbericht der UNO stammt ca. 15 % des weltweiten Cannabis aus Marokko. Vor allem in der Region des Rifs wird die Droge in den unübersichtlichen Tälern angebaut. Aber auch zunehmend in anderen Regionen des armen Südens und mit Hilfe von modernen Gewächshäusern wird produziert. Die Regierung versucht gemeinsam mit Europa gegenzusteuern und Bauern Anbaualternativen anzubieten.

15% des weltweit produzierten Cannabis stammt aus Marokko.

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