Marokko – Rund 9 Tonnen Cannabis-Harz in Casablanca entdeckt.

Insgesamt sechs Tatverdächtige verhaftet, von denen zwei national und einer international bereits per Haftbefehl gesucht wurden.

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Sondereinheiten
Quelle DGSN - Sondereinsatzkräfte der Polizei und des DGSN in Marokko

Tatverdächtige teils national und international bereits per Haftbefehl gesucht.

Casablanca – Die Sonderabteilung für Drogenbekämpfung der Nationalen Kriminalpolizei BCIJ (Brigade Nationale de la Police Judiciaire) hat am Freitagabend auf der Grundlage genauer Informationen der Generaldirektion für die Überwachung des Territoriums (DGST) (Inlandsgeheimdienst) einen internationalen Drogenschmuggelversuch vereitelt und 8,99 Tonnen Chira (Cannabis-Harz) beschlagnahmt.

Die Generaldirektion für nationale Sicherheit (DGSN) erklärte in einer Pressemitteilung, dass die erfolgreiche Operation in einem Lagerhaus im ländlichen Douar Moualin El Oued (Gemeinde Fedalate) in der Nähe von Casablanca durchgeführt wurde. Die beschlagnahmten Drogen waren aufwändig in großen Marmorblöcken versteckt, die jeweils etwa 10 Tonnen wogen und für den Export in ein afrikanisches Land bestimmt waren.

DGSN
Quelle DGSN – Drogenfund Marmorblock mit Chira

Außerdem wurden große Geldbeträge in Landeswährung sowie zwei Autos mit gefälschten Nummernschildern beschlagnahmt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Insgesamt sechs Tatverdächtige verhaftet, von denen zwei national und einer international bereits per Haftbefehl gesucht wurden.

Bei den Durchsuchungsaktionen wurden der Hauptverdächtige und fünf weitere Personen festgenommen, die verdächtigt werden, mit diesem kriminellen Netzwerk in Verbindung zu stehen. Die Überprüfung der nationalen und internationalen Datenbanken ergab, dass zwei von ihnen auf nationaler Ebene wegen ihrer Beteiligung am internationalen Drogenhandel zur Fahndung ausgeschrieben waren.

Gegen einen dritten Verdächtigen, so die Presseerklärung weiter, liegt ein internationaler Haftbefehl der französischen Justizbehörden in einem Fall von vorsätzlichem Mord vor.

Die Verdächtigen wurden in Polizeigewahrsam genommen, um die Ermittlungen unter Aufsicht der zuständigen Staatsanwaltschaft voranzutreiben.

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