Marokko – Schneechaos im Königreich Marokko

Wüstenstadt Ouarzazate und Bergregionen im Süden mit Schnee bedeckt. Zahlreiche Schulen geschlossen.

Schneechaos
Schnee in Marokko selbst in der Wüste - Ouarzazate

Update: Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt machen den Menschen zu schaffen.

Rabat – Marokko versinkt im Schnee. Große Teile des Landes erleben selten gewordene Schneemengen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Seit einigen Wochen erlebt Marokko eine beispiellose Kältewelle mit Temperaturen von bis zu -10 Grad Celsius, vor allem in Bergregionen. Schon lange erlebte der Maghreb keinen solchen Winter wie diesen. Neben Ortschaften im Hohen Atlas viel Schnee sogar in den Wüstenregionen und in klassischen Urlaubszentren, in die sich gerade viele Europäer vor dem Winter flüchten.

Schnee
Schnee am Flughafen von Ouarzazate

Schulen in Marokko wegen Schneefall geschlossen.

In der Zwischenzeit wurden wegen Schnee und großer Kälte bis zu 9000 Schulen geschlossen. Es sind bis zu 100.000 Schüler betroffen. Gerade in Hochlagen und in Gebieten, die von zahlreichen Straßensperrungen betroffen sind, wurden aus Sicherheitsgründen die Schulen geschlossen. Zahlreiche Schulen der Regionen Darâa Tafilalet, Marrakesch Safi, Beni Mellal, Khénifra, Fès, Meknès sowie Tanger, Tétouan, Al Hoceima sind von den Schließungen betroffen. Nicht nur das der Weg zu den Schulen für die Kinder eine höhere Unfallgefahr birgt, nur wenige Schulen verfügen über Heizungsanlagen, um die Klassenzimmer ausreichend zu heizen.

Darüber hinaus seien Vorkehrungen getroffen worden, um die Folgen der Kälte zu mildern. Nach Angaben der Behörden wurden Heizungen in Klassenräumen bereitgestellt sowie Internate durch Wärmeschutzräume erweitert. Von den Maßnahmen der Behörden könnten nicht alle Schulen profitieren.

Schulen
Zahlreiche Schulen in Marokko wegen Kälte und Schnee geschlossen

König Mohammed VI. ordnet an, alle Ressourcen einzusetzen um den betroffenen Menschen zu helfen.

Wie das Innenministerium bestätigt, hat König Mohammed VI. angeordnet alle vorhandenen Ressourcen einzusetzen, um die Folgen der Kältewelle im Land zu mildern. Die Anordnung des Königs ging an alle Ministerien des Landes. Er ordnete ferner an, die bisherigen Bemühungen durch die vollständige Mobilisierung aller logistischen und personellen Ressourcen fortzusetzen.

Update: Schnee im Umfeld von Agadir nicht im Ort selbst.

Maghreb-Post hat zunächst gemeldet, dass am 07.02.2018 auch der Touristenort Agadir von Schneefällen betroffen sei, weil unter anderem ein Handyvideo zur Verfügung stand, dass Schneefälle in Agadir selbst zeigen sollte. Nach Angaben von Leserinnen und Leser, die sich in Agadir selbst befanden und teils befinden, hat es in Agadir selbst keine Schneefälle gegeben, sondern lediglich einige Niederschläge. Schnee hat es lediglich in der Bergregion im Umfeld Agadirs gegeben. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Alter Texte

Wie außergewöhnlich der diesjährige Winter ist, zeigt auch der Schnee in Agadir. Der Ort im Süden Marokkos lockt Urlauber gerade zum Überwintern an. Er wirbt für sich mit dem Hinweis, dass Agadir 300 Sonnentage im Jahr hat. Von Schnee ist dabei selten die Rede. In diesem Jahr wurden die Langzeiturlauber buchstäblich kalt erwischt. Doch der Wetterbericht kann die Gäste in Agadir beruhigen. Ab nächster Woche wird für die Region die Rückkehr des Frühlings erwartet.

 

 

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