Marokko – Schwere Waldbrände im Norden des Landes vertreiben Menschen.

Hohe Temperaturen und ein schnelles Ausbreiten der Flammen zwingen Menschen die Region zu verlassen.

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Löschflugzeug
Löschflugzeug Typ Canadair

500 Familien müssen aus der von Waldbränden betroffenen Region evakuiert werden. 1.000 Hektar Wald vernichtet.

Tanger – Im Norden des Landes verwüstet weiterhin große Brände Dutzende Hektar Wald. 500 Familien, die in der Nähe der Brände wohnten, wurden von den Behörden evakuiert.

Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr und des Militärs versuchten seit Donnerstag, mehrere Brandherde unter Kontrolle zu bringen, die sich im Laufe der Nacht auf Donnerstag und während des Tages in abgelegenen Waldgebieten im Norden des Königreichs ausgebreitet hatten, wie die örtlichen Behörden gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilten.

Die Waldbrände, die durch starken Wind angefacht wurden, forderten bislang keine Todesopfer, führten jedoch laut offiziellen Mitteilungen, die am Abend veröffentlicht wurden, zur „vorsorglichen“ Evakuierung von fast 500 Familien in den Provinzen Larache und Taza.

Die Brände wüteten in schwer zugänglichen Waldgebieten in den Provinzen Larache, Ouezzane, Tetouan und Taza, wie Fouad Assali, der Direktor des Zentrums für Waldklimarisikomanagement (CRCF), erklärte.

Vier Canadair-Wasserbomber der Armee und vier weitere landwirtschaftliche Sprühflugzeuge operierten bis zum späten Nachmittag über den brennenden Gebieten in der Nähe von Ksar El Kébi, so marokkanische Medien.

Hohe Temperaturen und ein schnelles Ausbreiten der Flammen zwingen Menschen die Region zu verlassen.

Bei sengender Hitze von weit über 40 Grad, erschrocken über die Geschwindigkeit, mit der sich das Feuer ausbreitete, verließen die Dorfbewohner eilig ihre Häuser und brachten, wenn möglich, Rinder und Pferde in Sicherheit.

Ein kleines Dorf in der Region Ksar El Kebir wurde vollständig von den Flammen zerstört. „Die Bemühungen werden fortgesetzt, in der Hoffnung, die Brände in den nächsten Stunden unter Kontrolle zu bringen“, erklärte Fouad Assali, wie die Nachrichtenagentur MAP berichtete.

„Gestern Abend war ich mit meiner Familie unterwegs und in einem Moment hörten wir die Leute rufen: ‚Das Feuer! Feuer!‘ Wir sind rausgegangen, um zu fliehen, und Gott sei Dank hat sich das Feuer bergauf orientiert“, berichtete Samir Boundad, ein junger Mann aus Larache.

Hunderte von Einsatzkräften des Zivilschutzes, der Wasser- und Forstwirtschaft, der Königlichen Streitkräfte (FAR) und der Gendarmerie, die von lokalen Freiwilligen unterstützt werden, beteiligen sich an der Brandbekämpfung. Rund 100 Feuerwehr- und Tanklöschfahrzeuge, Krankenwagen und Baumaschinen seien mobilisiert worden.

Insgesamt wurden nach Angaben der lokalen Behörden seit Mittwochabend in den Provinzen Larache, Ouezzane und Taza mindestens 1.000 Hektar Wald – Eichen, Kiefern und andere Nadelbäume, Obstbäume – verwüstet.

Mittelmeerraum wieder von Waldbränden betroffen.

Marokko wird seit mehreren Tagen von einer Hitzewelle mit Temperaturen von fast 45 Grad erfasst, und dass vor dem Hintergrund einer außergewöhnlichen Trockenheit und Wasserknappheit. Auf der anderen Seite der Straße von Gibraltar wüten die Brände in Südeuropa, von Portugal über Spanien und Frankreich bis nach Griechenland.

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