Marokko – Sexueller Übergriff – Ermittlungen führen zu zwei weiteren Verhaftungen.

Zwei weitere dringend Tatverdächtige verhaftet.

Ermittlungen um Schockvideo führten zu mindestens zwei weiteren Verhaftungen.

Marrakech – Die Ermittlungen, im Zusammenhang mit dem schockierenden Video, das einen sexuellen Übergriff auf eine junge Frau zeigt, haben zu weiteren Verhaftungen geführt. Das Video kursiert bis heute in den sozialen Medien und hat in Marokko und bei den im Ausland lebenden Marokkanerinnen und Marokkanern (MREs) zu großer Empörung sowie Diskussionen geführt. Durch die erhebliche Aufmerksamkeit, die dieser Fall auslöste, stehen die Ermittlungsbehörden unter enormen Erfolgsdruck. Innerhalb von 24h, nach Bekanntwerden des Videos, konnte der mutmaßliche Haupttäter ermittelt werden. Zur Ermittlung des Opfers sowie vor allem des Täters wurde eine für die Terrorbekämpfung vorgesehene Gesichtserkennungssoftware eingesetzt. Doch der zweite Täter, der das Video aufgenommen hatte, befand sich bis gestern auf der Flucht. Nun melden die Behörden erneut einen Fahndungserfolg.

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Zwei weitere dringend Tatverdächtige verhaftet.

Wie marokkanische Medien berichten, konnte der Mann ermittelt werden, der das Video mutmaßlich aufgenommen hat. Nach aktuellen Angaben hatte er das 55 Sekunden lange Video mit Hilfe einer kleinen Digitalkamera oder einem Handy aufgezeichnet und wohl auch im Internet veröffentlicht. Für alle überraschend melden die Behörden aber auch die Festnahme einer dritten Person. Diese soll über die Tat informiert gewesen sein. Die dritte Person wurde verhaftet, weil sie das Verbrechen nicht angezeigt hatte und somit die Täter schützte. Weitere Angaben machten die Behörden bisher nicht. Bei allen mutmaßlichen Tätern bzw. Tatverdächtigen ist man sich recht sicher, die richtigen Täter gefasst zu haben.

Haupttäter vor dem Haftrichter geführt.

Bereits am gestrigen Donnerstag wurde der 21-jährige mutmaßliche Haupttäter dem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete weitere Ermittlungen sowie Untersuchungshaft an. Die beiden anderen mutmaßlichen Mittäter bzw. Mitwisser werden ebenfalls zeitnah dem Haftrichter vorgeführt, der über das weitere Vorgehen befinden wird. Der Fall wird die Politik und die Öffentlichkeit sicherlich noch eine Weile beschäftigen und die Diskussion im Land, hinsichtlich der gesellschaftlichen Stellung und dem Schutz der Frau, wieder intensivieren.

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