Marokko – Spanien will eine gemeinsame FIFA WM Bewerbung erarbeiten.

Gemeinsame Bewerbung könnte auf starke Konkurrenz treffen.

WM
Marokko, Spanien und Portugal beraten über gemeinsame Bewerbung

Spanischer Premierminister bringt gemeinsame Bewerbung um die FIFA WM 2030 ins Spiel.

Am gestrigen Montag reiste der spanische Premierminister Pedro Sánchez zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Marokko. Dabei stand auch ein sportliches Thema auf der Tagesordnung. Der spanische Premierminister hat offiziell angeregt, dass Marokko, Spanien und Portugal sich als Ausrichter der FIFA WM 2030 bewerben sollten. Auf der abschließenden Pressekonferenz, die er gemeinsam mit seinen marokkanischen Amtskollegen Saad-Eddine El Othmani in Rabat abhielt, bestätigte er, dass er der marokkanischen Regierung einen Vorschlag gemacht habe, „eine gemeinsame Bewerbung, zwischen Spanien, Portugal und Marokko für die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2030, zu organisieren“. Er fügte hinzu: „Wir senden eine gemeinsame Botschaft, nämlich dass es sich um ein Vorhaben zwischen zwei Kontinenten handeln wird. Der König von Marokko zeigte sich offen und wir werden mit Portugal daran arbeiten. Wir sind sehr gespannt darauf“, sagte der spanische Regierungschef.

Premierminister
Marokkanischer Premierminister El Othmani und Premierminister Sánchez.

Spanien greift eine Idee Marokkos auf.

Ganz so wie es der spanische Premierminister darstellt, ist es nicht. Bereits im Vorfeld der letzten WM Bewerbung Marokkos, hatte sich König Mohammed VI. darum bemüht, eine gemeinsame Bewerbung mit den beiden europäischen Nachbarn ins Leben zu rufen. Doch letztendlich musste sich Marokko alleine Bewerben und verlor die Abstimmung in Moskau gegen die gemeinsame Bewerbung von Kanada, Mexiko und den USA.

Eine gemeinsame Bewerbung Marokkos mit zwei EU-Ländern, wie Spanien und Portugal, könnte die Chancen des Königreichs, das große Turnier endlich ausrichten zu können, erhöhen. Der amtierende FIFA – Präsident Gianni Infantino sagte bereits, dass er gemeinsame Angebote bevorzugt.

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Gemeinsame Bewerbung könnte auf starke Konkurrenz treffen.

Bei seinem Besuch in Marokko traf der spanische Premierminister auch mit König Mohammed VI. zusammen, dessen lang gehegter Wunsch es ist, die Fußball-WM im eigenen Land auszurichten. Sollte es tatsächlich zu einer gemeinsamen Bewerbung kommen, dann trifft diese auf durchaus starke Konkurrenz.

Mehrere Länder haben ebenfalls Interesse an einer Bewerbung gezeigt, darunter vier Balkanländer, England und eine gemeinsame Bewerbung von Paraguay, Argentinien und Uruguay. Uruguay war 1930 bereits Gastgeber und gewann den Titel im eigenen Land. Damit würde man ein Jubiläum in dem südamerikanischen Land feiern können.

WM Bewerbung in Marokko hat Kritiker und Befürworter.

Marokko hat sich bisher sechs Mal als Ausrichter der FIFA WM beworben. Obwohl das Land als fußballverrückt gilt, sieht man die enormen Ausgaben für die Austragung des Turniers mit Sorge. Bei der letzten Bewerbung um die WM 2026 sprach man im Königreich von Investitionen von über 15 Mrd. US – Dollar. Angesichts vorhandener sozialer Defizite und der gegebene Wirtschaftskraft ein hoher Betrag. Eine Arbeitsteilung zwischen den drei Mittelmeerländern könnte die Kosten deutlich senken helfen und zu einer Intensivierung der Beziehungen beitragen.

US-Dollar
Minister stellt Bewerbung Marokkos zur FIFA WM vor. Kosten bei ca. 15,8 Mrd. US-Dollar.

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