Marokko – Urteile für Hirak – Aktivisten von Jerada wurden reduziert.

Berufungsgericht in Oujda reduziert Strafen teils erheblich.

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Jerada
Demonstrationen, Unruhen und Proteste in Jerada

Das Berufungsgericht Oujda hat die in erster Instanz verhängten Urteile gegen 17 Personen aufgehoben und neu festgesetzt.

Oujda – Das Berufungsgericht von Oujda hat bereits am vergangenen Donnerstag die Urteile und Strafen gegen 17 Personen abgeändert, die im Jerada Hirak – Prozess verurteilt wurden. Mustapha A., Amine M., Abdelaziz B. und Abdelouahab A., die in erster Instanz zu drei Jahren Haft verurteilt wurden, wurden nun zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Sechs weitere Angeklagte wurden zu 20 Monaten und sechs Mitangeklagte zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Redouane A. erhielt eine halbjährige Bewährungsstrafe.

Berufungsgericht in Oujda reduziert Strafen teils erheblich.

Am 17. Januar verhängte das Gericht in Oujda in erster Instanz gegen die Angeklagten Freiheitsstrafe von zwei bis vier Jahren. Die nun in zweiter Instanz endgültig Verurteilten gelten als die „einflussreichsten“ Aktivisten der sozialen Proteste, die es in der ehemalige Bergbaustadt zwischen 2017 und 2018 gegeben hat.

Sie wurden nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, am Rande einer zuvor nicht genehmigten Demonstration Mitte März 2018, verhaftet. Bei diesen Zusammenstößen wurden, nach offiziellen Angaben, 312 Polizisten und 32 Demonstranten verletzt. Die Gerichte sahen es als erwiesen an, dass sie an der „Zerstörung von öffentlichem Eigentum, der Anstiftung zu Straftaten“ und der „Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration“ beteiligt waren.

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