Modernisiertes Onkologisches Zentrum in Al Hoceima wiedereröffnet.

Ein modernes Onkologisches Zentrum war Teil der Forderungen der Protestbewegung.

Onkologisches Zentrum
Onkologisches Zentrum in Al Hoceima

Umfangreiche Modernisierung und Neuausrüstung im Wert von 15 Millionen MAD abgeschlossen.

Al Hoceima – Mit einer kleinen Zeremonie wurde das modernisierte und neu ausgerüstete Onkologische Zentrum in der Küstenstadt Al Hoceima wieder in Betrieb genommen. In das bereits 2008 errichtete und von König Mohammed VI. selbst eröffnete Zentrum, wurden, laut dem Wirtschaftsmagazin Telquel, ca. 15 Millionen MAD investiert. Das Zentrum hat einen neuen 3D-Tomographen erhalten und erhielt zahlreiche Erweiterungen im Bereich der Chirurgie und Intensivmedizin.

Gouverneur der Region und Gesundheitsminister anwesend.

Es waren bei der Wiedereröffnung der Minister für Gesundheit El Houcine Louardi, und der Gouverneur der Region Tanger-Tetouan, Al Hoceima Ilyas El Omari anwesend. Die Modernisierung des Zentrums war eines der Teilprojekte des Programms „Al Hoceima, Manarat Al Moutawassit (Al Hoceima, führende Stadt (Leuchtturm) des Mittelmeers)“. Eigentlich stand die Wiedereröffnung für den 15. Juli an. Weshalb der Termin nicht eingehalten wurde, war laut Telquel nicht in Erfahrung zu bringen.

Ein modernes Onkologisches Zentrum war Teil der Forderungen der Protestbewegung.

Ein modernes Onkologisches Zentrum in Al Hoceima zu haben, war von Beginn an ein Teil der Forderungen der „Hirak“ – Protestbewegung. Die Bevölkerung des Rifs leidet noch unter Altlasten aus der Kolonialzeit und der Herrschaft Spaniens. Spanien hatte, um Aufstände der Rifkabylen zu bekämpfen, auch Giftgas eingesetzt, dass bis heute noch in den Böden des Landes zu finden ist – siehe Video-maghreb-post. Daher ist die Krebsrate hoch und auch die auftretenden Krebsarten zahlreicher, als im Landesdurchschnitt. Das bisherige Onkologische Zentrum konnte nicht alle Krebspatienten betreuen. Daher kam es nicht selten vor, dass die Patienten weite Wege zu den Spezialkliniken in den Großstädten auf sich nehmen mussten. Mit dem modernisierten Onkologischen Zentrum soll nun, soweit möglich, für Abhilfe gesorgt sein. „Diese Investitionen werden es Patienten mit den unterschiedlichsten Krebsarten ermöglichen, ohne gezwungen zu sein in andere Krankenhäuser fahren zu müssen, behandelt zu werden“, sagte Ilyas Elomari, der Gouverneur der Region gegenüber der MAP, bei der Wiedereröffnung des onkologischen Zentrums. Der Gesundheitsminister ergänzte, dass dieses Projekt nur ein Teil der Bemühungen im Gesundheitswesen in der Region sind. Insgesamt sollen 500 Millionen MAD investiert werden.

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