Stadt Frankfurt a. M. wünscht gesegneten und besinnlichen Ramadan

Offizielle Pressemeldung der Stadt Frankfurt am Main

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Ramadan
Oberbürgermeister Peter Feldmann (l) und Bürgermeister Uwe Becker (r) © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Frank Widmann (l), Stefanie Kösling (r)

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Bürgermeister Uwe Becker wenden sich in Corona-Zeit anlässlich des Ramadan an die Muslime.

Frankfurt – Die Stadt Frankfurt am Main wendet sich heute mit einer Botschaft an die muslimischen Bürgerinnen und Bürger, anlässlich des bald beginnenden heiligen Fastenmonats Ramadan.

Hier die offizielle und gemeinsame Pressemeldung von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Bürgermeister Uwe Becker:

„Oberbürgermeister Feldmann und Bürgermeister und Kirchendezernent Becker wünschen Muslimen einen gesegneten Ramadan

In der Nacht von Montag, 12., auf Dienstag, 13. April, beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Als eine der fünf Säulen des Islams hat der Ramadan für Muslime eine wichtige Bedeutung. Den Körper und die Seele reinigen sowie gute Taten stehen im Mittelpunkt des Fastenmonates. Während dieser Zeit dürfen Moslems zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Doch viele übliche Veranstaltungen und Feste können wegen der anhaltenden Corona-Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden.

„Es ist das zweite Mal, dass der Ramadan unter anderen Voraussetzungen stattfinden muss. Trotz den herausfordernen Zeiten wünsche ich allen Muslimen einen gesegneten und besinnlichen Ramadan“, betonen Oberbürgermeister Peter Feldmann sowie Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker. „Auch wenn persönliche Treffen und das gemeinsame Fastenbrechen aktuell nur im kleinsten Familienkreis stattfinden kann. Doch jetzt heißt es, gemeinsam dieser Krise zu begegnen und sich gegenseitig zu unterstützen“, fügen sie hinzu.

„Bei meinen letzten Besuchen in Frankfurter Moscheegemeinden habe ich mit großer Freude beobachtet, wie engagiert und konsequent die Ehrenamtlichen die Corona-Einschränkungen vor Ort umsetzen“, sagt Oberbürgermeister Feldmann. „Aufgrund der einzuhaltenden Abstände ist die Anzahl der Gläubigen vor Ort erheblich reduziert. Mir haben die Verantwortlichen gesagt, dass sich das leider auch auf die Spendeneinnahmen der Moscheen ausgewirkt hat. Das war vielen im ersten Lockdown sicher nicht so bewusst. Dabei sind die Religionsgemeinschaften gerade in Zeiten der Pandemie für viele Menschen eine unverzichtbare Stütze. Der Glaube gibt Halt, schweißt zusammen. Im Ramadan besinnen sich Muslime auf die Werte, die auch andere Religionen und Wertesysteme teilen: Respekt, Barmherzigkeit und Demut.“

Der Fastenmonat fällt jedes Jahr auf einen anderen Zeitraum und dauert 29 oder 30 Tage. Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Er erinnert an die Offenbarung des Koran durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohammed. Mit dem Verzicht und mehreren Gebeten am Tag wollen sich die Gläubigen von ihren Sünden reinigen. Ziel des Fastens ist die Stärkung des Gottesbewusstseins. Außerdem soll es dem Gläubigen Selbstdisziplin und Beherrschung lehren. Die fünf Säulen des Islams sind die Hauptpflichten eines Moslems, denen er im Leben nachgehen sollte. Zu den anderen Säulen gehören das tägliche, fünfmalige Gebet, das öffentliche Glaubensbekenntnis, die soziale Pflichtabgabe und die Pilgerfahrt nach Mekka.

„Sich seiner eigenen Wurzeln und Traditionen bewusst zu sein und diese auch leben zu können, ist wichtig. Ebenso die Besinnung auf ein gemeinsames Wertefundament, das unsere Gesellschaft stärkt. Schließlich weist diese Tradition auch auf ein gemeinsames Element der monotheistischen Weltreligionen hin und macht deutlich, dass wir uns öfter mit den verbindenden Elementen unserer Kulturen und Traditionen beschäftigen sollten. Bei den Christen ist es die Fastenzeit vor Ostern“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Becker. „Offenheit und gegenseitiges Verständnis sind für ein friedliches Zusammenleben unabdingbar. Die Fastenzeit kann eine gute Gelegenheit auch für Nicht-Muslime bieten, sich mit dem Glauben der Mitmenschen auseinanderzusetzen. Die Internationalität und damit die kulturelle und auch religiöse Vielfalt ist eine Bereicherung für unsere Stadt und unsere Gesellschaft. Wir alle sind aufgefordert, gegenüber Angstmachern und Hetzern ebenjenes friedliche Miteinander zu fördern.“

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