Tunesien – Regierung verlängert COVID-19 Gesundheitsnotstand, wegen weiter steigenden Coronavirus – Infektionszahlen.

Das Coronavirus und seine Varianten breiten sich weiter aus.

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Regierung
Tunesische Regierungssprecherin Tunesien Regierungssprecherin Hassna Ben Slimane

Schwere Coronavirus – Infektionswelle trifft Tunesien. Gesundheitsnotstand wird bis zum 11. Juli verlängert und es drohen lokale oder regionale Lockdowns.

Tunis – Die tunesischen Behörden regieren auf die aktuell weiter ansteigenden Fälle an Neuinfektionen und hohen Todesraten im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-COV 2 und der COVID-19 Erkrankungen. Das nordafrikanische Land befindet sich in mitten einer ausgeprägten Infektionswelle, wie sie zu den Höchstständen im vergangenen Jahr und im vergangene April 2021 gegeben waren. In einer gestrigen Stellungnahme verkündete die tunesische Regierungssprecherin, Frau Hassna Ben Slimane, dass der bisher geltende Gesundheitsnotstand und die Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus bis zum 11. Juli 2021 gelten werden. Die Verlängerung tritt heue, 26. Juni 2021, in Kraft. Neben den bekannten Hygienemaßnahmen (Gesundheitsprotokoll) gilt landesweit eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr Ortszeit. Darüber hinaus darf die Kapazität von Cafés oder Restaurants im Innenbereich zu nicht mehr als 30% und im Außenbereich zu nicht mehr als 50% ausgelastet sein. Ähnliches gilt für Moscheen oder andere Gebetsstätten Das Rauchen von Shisha oder das gemeinsame Kartenspielen in Cafés bleibt untersagt.

Regional oder lokal können weitere Einschränkungen gelten.

Die Regierungssprecherin machte darauf aufmerksam, dass die Gouverneure der Regionen weitere Maßnahmen ergreifen können, wenn es die epidemiologische Situation nötig machen. Vorranging steht das Instrument des Lockdowns in verschiedenen Stufen zur Verfügung.

  • vollständiger Lockdown sowie Abriegelung der gesamten Provinz bei einer 14 Tage Inzidenz von mehr als 400 Fälle pro 100.000 Einwohner.
  • beschränkter und gezielter Lockdown und Abriegelungen bezogen auf Teile einer Provinz, bei einer 14 Tage – Inzident von mehr als 300 und weniger als 400 Fälle pro 100.000 Einwohner
  • gezielter Lockdown für Regionen innerhalb einer Provinz bei 200-300 Fälle je 100.000 Einwohnern binnen 14 Tagen.
  • Die Anwendung von geeigneten Gesundheitsvorschriften für Regionen mit weniger als 200 Fälle je 100.000 Einwohner und binnen 14 Tagen.
Gesundheitsnotstand
Übersicht Regeln zum Gesundheitsnotstand in Tunesien

Das Coronavirus und seine Varianten breiten sich weiter aus.

Nach Angaben des tunesischen Gesundheitsministeriums mit Datenstand vom 24. Juni und Veröffentlichung vom 25. Juni 2021 wurden in den letzten 7 Tagen 9.898 Verdachtsfälle auf das Coronavirus SARS-COV 2 getestet. Davon wies der PCR-Test 3.467 Neuinfektionen nach. Die Positivrate liegt aktuell bei 32,74%. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in den nordafrikanischen Land 398.829 Menschen mit SARS.COV 2 infiziert. Als genesen gelten 344.386. Tunesien meldet 39.954 aktive SARS-COV 2 Infektionen oder COVID-19 Erkrankungen (das ist z.B. derzeit das 10-fache Marokkos bei nur 1/3 der Bevölkerung). In den vergangen 7 Tagen wurden 19.847 Neuinfektionen bestätigt (7-Tage Inzidenz von 166,92). Seit Ausbruch der Pandemie betrauert Tunesien insgesamt 14.489 Todesfälle (durchschnittlich pro Woche 88 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion oder COVID-19 Erkrankung). In den Krankenhäusern werden 2.951 COVID-19 Patienten behandelt, wovon sich 526 Menschen in einen kritischen Zustand befinden und wovon wiederum 139 intubiert sind. Von den Patienten werden 2.548 in öffentlich-rechtlichen Krankenhäusern und 367 in privaten Kliniken behandelt.

Tunesien – Premierminister mit dem Coronavirus infiziert.

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