Marokko – Zusammenarbeit mit Österreich zur Stärkung des religiösen Austauschs

240 Jahre marokkanisch-österreichische Freundschaft

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Rabat und Wien unterzeichnen Absichtserklärung und wollen Dialogplattformen und gegenseitigen Austausch der Religionen Christentum und Islam fördern.

Rabat – Marokko und Österreich haben am Freitag (3. Juni 2022) in Rabat ein Memorandum of Understanding (Absichtserklärung) zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich des religiösen Dialogs unterzeichnet.

Das von Ahmed Taoufiq, Minister für Stiftungen und islamische Angelegenheiten, und Theresa Endgen, stellvertretende Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich, unterzeichnete Memorandum zielt darauf ab, die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich des interkulturellen und interreligiösen Dialogs zu entwickeln und auszubauen, indem Dialogpartner auf Regierungs- und akademischer Ebene sowie auf der Ebene offizieller religiöser Gruppen und der Zivilgesellschaft identifiziert werden, so ein Bericht der marokkanisch-staatlichen Nachrichtenagentur MAP.

Das Memorandum zielt auch darauf ab, eine Plattform zu schaffen, die sich der Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den beiden Partnerländern widmet, sowie die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Experten beider Seiten zu stärken, um die interkulturelle und interreligiöse Debatte auf akademischer Ebene zu erweitern.

Zu den Zielen des Memorandums gehören auch die Entwicklung eines Fahrplans und einer Agenda für den interkulturellen und interreligiösen Dialog sowie die Prüfung der Möglichkeit, die Ergebnisse und Errungenschaften des bilateralen kulturellen und religiösen Dialogs zu veröffentlichen, Dialogpartner zu unterstützen und Daten über lokale und nationale Initiativen zur Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs auszutauschen.

Beide Seiten werden sich um die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe bemühen, um diese Absichtserklärung umzusetzen und die gewünschten Ziele zu erreichen.

240 Jahre marokkanisch-österreichische Freundschaft

In einer Presseerklärung brachte die stellvertretende Bundesministerin Endgen bei dieser Gelegenheit ihre Bewunderung für das marokkanische Modell der Verwaltung von Religionsangelegenheiten zum Ausdruck. „Wir können viel von diesem Modell lernen, das in Europa bekannt gemacht werden sollte“, sagte sie.

Die österreichische Vertreterin begrüßte auch den institutionellen und kulturellen Reichtum Marokkos und bekundete ihre Bereitschaft, die künftige bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Literatur, Wissenschaft und interkultureller und interreligiöser Dialog zu verstärken.

Sie begrüßte die lange Geschichte der marokkanisch-österreichischen Beziehungen und erklärte, dass die beiden Länder nächstes Jahr 240 Jahre Freundschaft und wirtschaftliche Zusammenarbeit feiern werden. „Wir sind entschlossen, diese fruchtbare Zusammenarbeit zu bewahren und durch neue Initiativen zu stärken“, sagte sie weiterhin.

Minister Taoufiq erklärte seinerseits, dass die Unterzeichnung dieses Abkommens der Auftakt zu einer umfassenderen künftigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in religiösen Angelegenheiten sei, zumal 10 % der österreichischen Bevölkerung Muslime seien und das Land den Islam seit 1912 als offizielle Religion anerkenne.

Marokko – Gemeinsame Erklärung zum Status Al-Quds Asharif / Jerusalems.

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